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Der Metallarbeiter mit dem Heiligenschein

Ende Jahr läuft die Amtszeit von Präsident Lula ab. Unter seiner Regierung ist Brasilien in der Gegenwart angekommen. Dabei entstand aber auch eine Günstlingswirtschaft.

Will seiner politischen Ziehtochter zum Wahlsieg verhelfen: Lula mit Dilma Rousseff.
Will seiner politischen Ziehtochter zum Wahlsieg verhelfen: Lula mit Dilma Rousseff.
Reuters

Die wohl glanzvollste Amtszeit der brasilianischen Geschichte endet mit einem Missklang. Vergangene Woche versammelte sich in São Paulo eine Gruppe namhafter Künstler, Intellektueller und Politiker, um ein Manifest zu verabschieden. Die Freiheit der Medien sei in Gefahr, heisst es darin, und verantwortlich sei Luiz Inácio da Silva, genannt Lula. Ausgerechnet er, der nach 8 Jahren als Präsident von 80 Prozent der Bevölkerung unterstützt, geliebt und bewundert wird. Ausgerechnet der grosse Kämpfer wider die Armut, der unerschrockene ehemalige Gewerkschaftsführer, der während der Militärdiktatur für kurze Zeit im Gefängnis sass. Das Pamphlet haben nicht bloss Konservative und Liberale unterzeichnet, sondern auch frühere Weggefährten, ideologische Gesinnungsgenossen und Mitbegründer von Lulas Arbeiterpartei PT.

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