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Der IS droht jetzt auf Deutsch

Die IS-Kämpfer bezeichnen in einem Video Bundeskanzlerin Angela Merkel als «schmutzige Hündin». Die Männer geben Anweisungen zu Anschlägen in Deutschland und Österreich.

Explizite Drohung an Deutschland: Zwei IS-Kämpfer rufen zu Gewaltakten in einem Propaganda-Video auf. (5. August 2015).
Explizite Drohung an Deutschland: Zwei IS-Kämpfer rufen zu Gewaltakten in einem Propaganda-Video auf. (5. August 2015).
Screenshot IS-Video
Der österreichische Extremist Mohamed Mahmoud schwört Rache für die Waffenlieferungen an die Peschmerga-Kämpfer.
Der österreichische Extremist Mohamed Mahmoud schwört Rache für die Waffenlieferungen an die Peschmerga-Kämpfer.
Screenshot IS-Video
Abu Omar al-Almani: «Greift die Ungläubigen an, in ihren eigenen Häusern. Tötet sie dort, wo ihr sie findet.»
Abu Omar al-Almani: «Greift die Ungläubigen an, in ihren eigenen Häusern. Tötet sie dort, wo ihr sie findet.»
Screenshot IS-Video
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Erstmals hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein Propaganda-Video ganz auf Deutsch veröffentlicht. Darin drohen zwei IS-Kämpfer Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Man werde sich für die deutsche Unterstützung des Krieges in Afghanistan sowie für die Waffenlieferungen an die Peschmerga-Kämpfer rächen. Merkel wird als «schmutzige Hündin» bezeichnet.

Einer der Männer, laut der «Welt» handelt es sich um den österreichischen Extremisten Mohamed Mahmoud, ruft zu Anschlägen in Österreich und Deutschland auf. «Du brauchst nicht viel. Nimm ein grosses Messer und schlachte jeden Ungläubigen ab. Sie sind wie Hunde», so die Forderung.

Gefangene erschossen

Beim zweiten Extremisten handelt es sich offenbar um einen Deutschen mit dem Namen Abu Omar al-Almani. Auch er ruft zu Gewaltakten auf: «Greift die Ungläubigen an, in ihren eigenen Häusern. Tötet sie dort, wo ihr sie findet.»

Das rund fünfminütige Video soll in den Ruinen der antiken Stadt Palmyra aufgenommen worden sein. Am Ende des Films erschiessen die beiden Männer zwei Gefangene, die auf dem Boden knien. Angeblich handelt es sich dabei um feindliche Kämpfer.

Enttäuschte Rückkehrer

Aus Deutschland sind bislang über 720 Menschen nach Syrien gereist, rund ein Drittel kehrte zurück. Viele von ihnen waren enttäuscht. So auch Ayoub B., der sich letzte Woche in Celle vor Gericht verantworten musste. Er sagte: «Wir waren alle nur Kanonenfutter.» Ein falscher Prediger habe ihn mit schnellen Autos und schönen Frauen gelockt. Es sei der dümmste Fehler seines Lebens gewesen.

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