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Demokraten attackieren in zweiter Debatten-Runde Trump

In der zweiten Runde der TV-Debatte der Präsidentschaftsbewerber sind Joe Biden und Kamala Harris aneinander geraten.

In Miami trafen bei der zweiten Runde der TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber zahlreiche politische Schwergewichte aufeinander. (Video: Reuters/Tamedia)

So trat etwa Ex-Vizepräsident Joe Biden, der unabhängige Senator Bernie Sanders, seine Kollegin Kamala Harris sowie der Bürgermeister Pete Buttigieg auf. Biden, Sanders und Harris nutzten ihre ersten Antworten, um den republikanischen Präsidenten Donald Trump mit scharfen Worten zu attackieren. So bezeichnete Sanders Trump als pathologischen Lügner und Rassisten.

US-Präsidentschaftsbewerber Biden würde im Fall seiner Wahl die Steuersenkungen des allfälligen Amtsvorgängers Donald Trump rückgängig machen. «Wir haben eine schreckliche Ungleichheit der Einkommen», sagte der frühere Vizepräsident in der zweiten TV-Debatte demokratischer Präsidentschaftsbewerber. Er werde Trumps Steuersenkungen für Reiche eliminieren.

In der Nacht auf heute fand in Miami die zweite Debatte der demokratischen Präsidentschaftskandidaten statt.
In der Nacht auf heute fand in Miami die zweite Debatte der demokratischen Präsidentschaftskandidaten statt.
Reuters
Der 76-jährige ist schon seit langer Zeit politisch aktiv, unter anderem als Vizepräsident unter Obama.
Der 76-jährige ist schon seit langer Zeit politisch aktiv, unter anderem als Vizepräsident unter Obama.
Reuters
Kamala Harris aus Kalifornien überzeugte und schob sich so wohl in die erste Garde der demokratischen Kandidaten.
Kamala Harris aus Kalifornien überzeugte und schob sich so wohl in die erste Garde der demokratischen Kandidaten.
Reuters
«Die alten Wege funktionieren nicht mehr», sagte Mitfavorit Bernie Sanders an der Debatte.
«Die alten Wege funktionieren nicht mehr», sagte Mitfavorit Bernie Sanders an der Debatte.
Reuters
Auch Bürgermeister Pete Buttigieg (37) debattierte in der Nacht auf heute. Er gehört ebenfalls zu den Favoriten.
Auch Bürgermeister Pete Buttigieg (37) debattierte in der Nacht auf heute. Er gehört ebenfalls zu den Favoriten.
Reuters
wie der Kongressabgeordnete Eric Swalwell hatten ein Wort. Es sei «an der Zeit, den Stab weiterzugeben», verlangte er mit Blick auf Joe Biden.
wie der Kongressabgeordnete Eric Swalwell hatten ein Wort. Es sei «an der Zeit, den Stab weiterzugeben», verlangte er mit Blick auf Joe Biden.
Reuters
Weil es noch so viele Kandidaten gibt, fand die erste Debatte bereits am vergangenen Mittag statt.
Weil es noch so viele Kandidaten gibt, fand die erste Debatte bereits am vergangenen Mittag statt.
Reuters
gerichtet, die als Einzige der Favoritinnen in der ersten Debatte auftrat.
gerichtet, die als Einzige der Favoritinnen in der ersten Debatte auftrat.
Reuters
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Scharfer Schlagabtausch

Sein Konkurrent Sanders verteidigte in der Debatte zudem seine Pläne für ein staatlich finanziertes Gesundheitssystem. Mittelklasse-Haushalte würden dann zwar mehr Steuern zahlen, aber weniger für Krankenversicherung ausgeben.

Die Senatorin Kamala Harris und Ex-Vizepräsident Biden lieferten sich zudem einen Schlagabtausch. Harris attackierte Biden für dessen Bemerkungen über zwei Senatoren, die Anhänger der Trennung zwischen Schwarzen und Weissen waren, sowie seine frühere Position bei der Integration afroamerikanischer Schüler.

Biden hatte sich vor Kurzem bei einer Spendengala dazu geäussert, wie er zu Beginn seiner Karriere im Senat entgegen seinen Überzeugungen mit zwei Abgeordneten, die Befürworter der Rassentrennung waren, zusammengearbeitet habe. Biden führte dies als Beispiel dafür an, warum überparteiliche Zusammenarbeit wichtig sei, um Probleme zu lösen. Er erntete dafür scharfe Kritik. Harris nannte die Aussagen «verletzend».

Mehrere Tage

Bisher haben 25 Bewerber ihren Hut bei den Demokraten in den Ring geworfen - mehr Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur hatte die Partei nie. Weil das Feld so gross ist, musste die TV-Debatte in zwei Runden aufgeteilt werden: zehn Bewerber waren am Mittwoch dran, zehn weitere am Dienstag.

Umfragen zufolge liegt Ex-Vizepräsident Biden derzeit deutlich vorne, gefolgt von Sanders und der linksliberalen Senatorin Elizabeth Warren, die am Mittwoch an der ersten Runde der TV-Debatte teilgenommen hatte.

Um sich für das Fernsehduell zu qualifizieren, mussten die Bewerber in drei Umfragen mindestens ein Prozent Unterstützung erhalten oder Spenden von insgesamt 65'000 Förderern aus 20 US-Bundesstaaten nachweisen. Jede der beiden Debatten wurde in fünf Segmente unterteilt, bei denen jeder Kandidat eine Minute zur Beantwortung von Fragen und weitere 30 Sekunden zur Beantwortung von Nachfragen hat. Weitere 45 Sekunden waren für ein Abschluss-Statement vorgesehen.

(SDA)

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