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Clintons erster Konkurrent von links

Der parteilose Senator Bernie Sanders aus dem US-Staat Vermont will US-Präsident werden. Seine Chancen auf Erfolg stehen allerdings schlecht.

«Ich bewerbe mich in diesen Wahlen, um zu gewinnen»: Senator Bernie Sanders will ins Weisse Haus. (29. April 2015)
«Ich bewerbe mich in diesen Wahlen, um zu gewinnen»: Senator Bernie Sanders will ins Weisse Haus. (29. April 2015)

Der parteilose Senator aus dem US-Staat Vermont, Bernie Sanders, steigt in den Kampf um das Präsidentenamt ein. «Ich bewerbe mich in diesen Wahlen, um zu gewinnen», sagte der 73-Jährige in einem Interview mit der Zeitung «USA Today» am Mittwoch.

Sanders hatte zuvor bereits offen erklärt, es mit der Demokratin und ehemaligen Aussenministerin Hillary Clinton aufnehmen zu wollen. Offiziell wolle er seine Kandidatur am Donnerstag verkünden.

Trägt Titel «Sozialist» mit Stolz

Angesichts der eindeutigen Favoritenrolle Clintons sagte Sanders, die Leute sollten ihn nicht unterschätzen. Mit seiner Politik, die er als «Demokratischen Sozialismus» bezeichnet, habe er für viele Jahre in Vermont sowohl Demokraten als auch Republikaner und Unabhängige angesprochen. Seine Botschaft könne ihren Nachhall im ganzen Land finden.

Der schroffe, weisshaarige Senator trägt den Titel «Sozialist» mit Stolz. Nach eigenen Worten will er der «Gier des Amerikas der Konzerne» etwas entgegensetzen, damit die Regierung für «normale Amerikaner und nicht nur Milliardäre» funktioniert.

(Video: USA Today)

Rund zwei Drittel der Gelder für seinen Wahlkampf im Jahr 2012, in dem er sich erfolgreich um eine zweite Amtszeit als Senator bewarb, sei von kleinen, unabhängigen Spendern gekommen. Sanders hat sowohl Demokraten als auch Republikanern vorgeworfen, zu sehr den Interessen mächtiger Konzerne nachzugeben.

Schlechte Chancen

Sanders ist neben Clinton der zweite Kandidat, der Aussichten hat, die demokratischen Vorwahlen zu gewinnen. Vorläufigen Umfragen zufolge stehen seine Chancen mit 5,6 Prozent Zustimmung allerdings schlecht.

Vor ihm liegen neben Clinton (62,2) Vizepräsident Joe Biden (9,8) sowie die Senatorin aus Massachusetts, Elizabeth Warren (12,7), die ihre Kandidatur beide noch nicht offiziell erklärt haben.

sda/AP/chk

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