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Blutige Kommunalwahlen in Mexiko

Anschläge und Unregelmässigkeiten haben die Regionalwahlen in Mexiko überschattet. Es gab bei einem Angriff auf ein Wahlkampfzentrum mindestens einen Toten.

Unregelmässigkeiten bei Kommunalwahlen: Eine Frau gibt in Mexiko ihre Stimme ab. (7. Juli 2013)
Unregelmässigkeiten bei Kommunalwahlen: Eine Frau gibt in Mexiko ihre Stimme ab. (7. Juli 2013)
Keystone

Die Kommunalwahlen in Mexiko sind von Gewalt und Betrugsvorwürfen überschattet worden. In Coxquihui im östlichen Bundesstaat Veracruz wurde am Sonntag ein Mitglied der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) von Staatschef Enrique Peña Nieto erschossen, wie ein Sprecher der Regierung von Veracruz der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es habe sich möglicherweise um eine «Auseinandersetzungen zwischen Parteien» gehandelt.

Die Zeitung «Reforma» berichtete unter Berufung auf eine Quelle in der PRI, Anhänger der Nationalen Aktionspartei (PAN) hätten auf das Wahlkampfzentrum der PRI in Coxquihui geschossen. Ein PAN-Vertreter sagte AFP hingegen, PAN-Anhänger seien von einem Gebäude aus beschossen worden, wo PRI-Mitglieder Flugblätter verteilt hätten. Ein Irrläufer habe dann das PRI-Mitglied getroffen.

Im an die USA angrenzenden Bundesstaat Baja California wurde ein Molotow-Cocktail auf das Haus eines Kandidaten der Partei Soziale Versammlung geworfen. Er wurde jedoch nicht verletzt. Bereits der Wahlkampf war von Gewalt überschattet, mindestens sieben Kandidaten oder deren Angehörige wurden ermordet.

Der Vorwurf des Wahlbetrugs wurde im südlichen Bundesstaat Oaxaca und im zentralen Bundesstaat Puebla laut. PAN-Chef Gustavo Madero teilte mit, er habe seine Stimme im nördlichen Bundesstaat Chihuahua nicht abgeben können. Ein Video, das er über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete, zeigte ein geschlossenes Wahllokal und dazu den Kommentar «Morgendliche TRICKS der PRI».

Der Chef der Partei der Demokratischen Revolution (PRD), Jésus Zambrano, warf der PRI vor, in mehreren Bundesstaaten seien kriminelle Gruppen für sie aktiv. Die PRI wies die Vorwürfe zurück und warf ihrerseits der Opposition Fehlverhalten vor.

Die Wahlen fanden in 931 der 2440 mexikanischen Kommunen statt. In Baja California wurde ein neuer Gouverneur bestimmt. Es waren die ersten Wahlen seit Peña Nietos Amtsantritt im Dezember; sie galten daher als wichtiger Stimmungstest. Der Staatschef war mit dem Versprechen angetreten, die Gewalt im Land einzudämmen. Den Sieg bei den Gouverneurswahlen in Baja California beanspruchten sowohl die PAN als auch die PRI für sich.

AFP/chk

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