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Baustopp an gigantischem Staudamm-Projekt

Ein brasilianisches Gericht hat die Arbeiten am Staudamm von Belo Monte anhalten lassen. Über die Gründe für den Schritt ist noch nichts bekannt. Für das Projekt müssen Zehntausende umgesiedelt werden.

Vorerst geht es nicht weiter: Baustelle des Belo-Monte-Staudamms im Mai 2012.
Vorerst geht es nicht weiter: Baustelle des Belo-Monte-Staudamms im Mai 2012.
AFP

Ein brasilianischer Bundesrichter hat einen Baustopp am riesigen Belo-Monte-Staudamm im nördlichen Bundesstaat Para angeordnet. Wie ein Sprecher des Gerichts in Brasília mitteilte, befand Richter Antonio Souza Prudente, dass die Baugesellschaft sämtliche Auflagen einhalten müsse.

Der Belo-Monte-Staudamm, welcher der drittgrösste der Welt werden soll, darf nur unter Einhaltung sozialer Normen und Umweltauflagen errichtet werden. Welche Vorhaltungen der Richter der Baugesellschaft Norte Energia machte, wurde zunächst nicht bekannt. Das Unternehmen teilte auf Anfrage mit, dass ihm die Entscheidung des Richters noch nicht zugestellt worden sei.

Zehntausende Umsiedlungen

Nach Regierungsangaben müssen wegen des gigantischen Infrastrukturprojekts 16'000 Menschen umgesiedelt werden, Nichtregierungsorganisationen sprechen sogar von 40'000 Menschen. Der Staudamm von Belo Monte, durch den der Xingu-Fluss auf einer Fläche von 502 Quadratkilometern aufgestaut werden soll, ist der grösste derartige Bau in Brasilien. Nach seiner Inbetriebnahme soll er elf Prozent des Stromverbrauchs des Landes sichern.

2015 soll die erste Turbine des Wasserkraftwerks in Betrieb gehen, 2019 soll das 10,5 Milliarden Euro teure Kraftwerk 11'000 Megawatt produzieren und damit 20 Millionen Haushalte versorgen. Fertiggestellt wäre der Staudamm der drittgrösste in der Welt nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem Itaipu-Staudamm an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay.

SDA/ami

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