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Die Populisten Trump und Sanders mit intakten Chancen

US-Korrespondent Thomas Spang zu den Vorwahlen der Republikaner und der Demokraten.

Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen werden einmal mehr ihrem Ruf gerecht, die grösste politische Show der Welt zu sein. Wie immer voller Überraschungen, unerwarteter Wendungen und mit einem sagenhaften Spektakel. In den Hauptrollen finden sich diesmal der bombastische Rechtspopulist Donald Trump, der erzkonservative Bibelwerfer Ted Cruz, der demokratische Sozialist Bernie Sanders und die vielleicht berühmteste lebende Politikerin Hillary Clinton.

Dominiert wird die Show von der zu Fleisch gewordenen Antithese Barack Obamas. Wo der «Yes We Can»-Kandidat vor acht Jahren Hoffnung verbreitete, bedient das blondierte Grossmaul Trump heute Ressentiments. Die robuste Diplomatie des Friedensnobelpreis-trägers will der Wutkandidat mit ­militärischer Kraftmeierei ersetzen. Der Vision einer offenen Multikulti­gesellschaft stehen die düstere Verheissung einer Mauer entlang der Südgrenze, Massendeportationen von elf Millionen Latinos und die Diskriminierung von Muslimen entgegen.

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