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Ägyptische Armee zieht Panzer aus Grenzgebiet ab

Um gegen die Sinai-Terroristen zu kämpfen, verlegte die ägyptische Armee Panzer ins Grenzgebiet zu Israel. Ein Verstoss gegen das Camp-David-Friedensabkommen. Nun werden die Fahrzeuge verlegt.

Nach Al-Arisch verlegt: Lastwagen beladen mit einem ägyptischen Panzer in Rafah. (29. August 2012)
Nach Al-Arisch verlegt: Lastwagen beladen mit einem ägyptischen Panzer in Rafah. (29. August 2012)
AFP

Die ägyptische Armee hat ihre Panzer aus dem Grenzgebiet zu Israel zurückbeordert. Das berichteten Augenzeugen im Norden der Sinai-Halbinsel. Demnach wurden die Panzer auf Schwerlasttransporter verladen und in den weiter westlich gelegenen Bezirk Al-Arisch verlegt. Westlich der Stadt Al-Arisch wurde heute ein Sprengsatz entschärft. Die Sicherheitskräfte verdächtigen militante Islamisten.

Elf Terroristen getötet

Die ägyptische Armee hatte die Panzer während einer Offensive gegen militante Salafisten eingesetzt. Zuvor waren am 5. August nahe der Grenze 16 ägyptische Soldaten getötet worden.

Die regierungsnahen Medien meldeten, seit Beginn der Offensive seien elf Terroristen getötet worden. 23 Verdächtige seien festgenommen worden. Israel hatte Ägypten aufgefordert, das Camp-David-Friedensabkommen zu respektieren. Dieses untersagt die Stationierung von Panzern und Truppenverbänden im unmittelbaren Grenzgebiet auf ägyptischer Seite.

Sprengsatz entschärft

Beobachter in Al-Arisch erklärten unterdessen, die erste Runde der Verhandlungen zwischen einem von Präsident Mohammed Mursi geschickten Team und den Anführern der radikalen Salafisten in den Städten Rafah und Scheich Suweid sei erfolgreich verlaufen.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen entschärften Sprengstoffexperten in einem Gebäude der Sinai-Privatuniversität den Sprengsatz. Der aus zwei Handgranaten und einem Fernzünder bestehende Sprengsatz sei in einer Tasche dort deponiert worden.

Die Universität liegt inmitten eines Feriendorfes, das hauptsächlich von arabischen Touristen genutzt wird. Sie war 2006 von dem ägyptischen Geschäftsmann Hassan Ratib gegründet worden, dem ausser einer Zementfabrik auch ein TV-Kanal gehört. Vor drei Monaten war bereits eine Bombe in einem Gerichtsgebäude in Al-Arisch gefunden worden.

SDA/kle

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