Was die Nazis von Amerika lernten

Ein Rechtsgelehrter aus den USA zeigt auf, wie das Rechtssystem der Vereinigten Staaten die Nürnberger Rassengesetze beeinflusste.

Auf dem Schnelldampfer SS Bremen wird im September 1935 die Hakenkreuzflagge gehisst. Foto: Getty Images

Andreas Tobler@tobler_andreas

Auf Anhieb klingt es wie eine plumpe Provokation: die These, wonach die Nazis sich bei der Ausarbeitung der Nürnberger Rassengesetze von den USA inspirieren liessen. Aber genau darum geht es James Q. Whitman, Professor für Vergleichendes Recht an der Universität Yale: Er will aufzeigen, wie die Nazis sich an der rassistischen Gesetzgebung der Vereinigten Staaten orientierten. Und dies, obwohl Whitman natürlich den Einwand kennt, dass die Rassentrennung in den USA sich in erster Linie gegen die Schwarzen richtete – aber ganz sicher nicht gegen die Juden, die vom US-Recht geschützt waren.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt