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Jetzt wollen alle den Segen des Anti-Trump

Jimmy Carter ist volksnah, bescheiden und erlebt eine Renaissance. Die Kandidaten der US-Demokraten stehen Schlange beim Ex-Präsidenten.

Jimmy Carter wird bald 95, aber Sonntagsschule gibt er in seiner Maranatha Baptist Church in Georgia immer noch. Foto: Reuters

Jimmy Carter wird bald 95, aber Sonntagsschule gibt er in seiner Maranatha Baptist Church in Georgia immer noch. Foto: Reuters

Hubert Wetzel@hubert_wetzel

Das Land hat sich nicht verändert. Es ist noch so wie damals vor fast hundert Jahren, als James Earl Carter Jr. ein Junge war, der auf der Farm seiner Eltern die Ziegen fütterte. Oben der Himmel mit der Sonne, die hier im Süden der USA wie ein Schmelzofen ist, aus dem flüssiges Glas herabtropft. Unten die Erde, der schwere, rote Lehm von Georgia. Wenn es regnet, wird er zu Schlamm, der über die Strassen fliesst wie Blut. Es ist ein fruchtbares Land. Baumwolle, Melonen und Mais gedeihen hier. Und Erdnüsse, die die Carters auf ihrer Farm angebaut haben. Aber in der schwülen Hitze des amerikanischen Südens wuchsen immer auch bittere Früchte: Rassismus, Unterdrückung, Gewalt.

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