Facebook veröffentlicht Nachrichtenrichtlinien

Manipuliert Facebook politische Inhalte? Das soziale Netzwerk will diese Vorwürfe nun aus der Welt schaffen.

Die einzelnen News würden von Algorithmen vorgeschlagen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg. (Archivbild)

Die einzelnen News würden von Algorithmen vorgeschlagen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg. (Archivbild)

(Bild: Keystone Eric Risberg)

Facebook hat am Donnerstag seine internen Richtlinien zur Auswahl von Nachrichtentrends in den USA veröffentlicht, um Manipulationsvorwürfe aus der Welt zu schaffen. Die einzelnen News würden grundsätzlich von Algorithmen vorgeschlagen.

Diese suchten Themen, die gerade populär seien oder schnell in den Vordergrund rückten, erklärte Facebook-Manager Justin Osofsky in einem Blogeintrag. Dann würden diese Themen von Menschen geprüft, die unter anderem Begriffe herausfischen sollen, die keine Nachrichten seien (etwa «Mittag»), hiess es weiter.

Senator fordert zusätzliche Informationen

Ausserdem sollen sie Doppelungen entfernen, wie auch aus der an einigen Stellen geschwärzten Richtlinie hervorgeht. Eine inhaltliche Auswahl gebe es dabei nicht, bekräftigte Osofsky. Facebook erlaube es diesen Mitarbeitern nicht, Quellen irgendeiner politischen Herkunft zu diskriminieren.

Namentlich nicht genannte frühere Facebook-Mitarbeiter hatten dem Technologie-Blog Gizmodo erzählt, sie seien angewiesen worden, Nachrichten mit konservativem Anstrich zu unterdrücken. Trotz Dementis von Facebook entfaltete sich eine Debatte über den Einfluss von Facebook als Nachrichtenmedium. Ein republikanischer Senator forderte zusätzliche Informationen vom weltgrössten Onlinenetzwerk.

chk/sda

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