Facebook veröffentlicht Nachrichtenrichtlinien

Manipuliert Facebook politische Inhalte? Das soziale Netzwerk will diese Vorwürfe nun aus der Welt schaffen.

Die einzelnen News würden von Algorithmen vorgeschlagen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg. (Archivbild)

Die einzelnen News würden von Algorithmen vorgeschlagen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg. (Archivbild) Bild: Eric Risberg/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Facebook hat am Donnerstag seine internen Richtlinien zur Auswahl von Nachrichtentrends in den USA veröffentlicht, um Manipulationsvorwürfe aus der Welt zu schaffen. Die einzelnen News würden grundsätzlich von Algorithmen vorgeschlagen.

Diese suchten Themen, die gerade populär seien oder schnell in den Vordergrund rückten, erklärte Facebook-Manager Justin Osofsky in einem Blogeintrag. Dann würden diese Themen von Menschen geprüft, die unter anderem Begriffe herausfischen sollen, die keine Nachrichten seien (etwa «Mittag»), hiess es weiter.

Senator fordert zusätzliche Informationen

Ausserdem sollen sie Doppelungen entfernen, wie auch aus der an einigen Stellen geschwärzten Richtlinie hervorgeht. Eine inhaltliche Auswahl gebe es dabei nicht, bekräftigte Osofsky. Facebook erlaube es diesen Mitarbeitern nicht, Quellen irgendeiner politischen Herkunft zu diskriminieren.

Namentlich nicht genannte frühere Facebook-Mitarbeiter hatten dem Technologie-Blog Gizmodo erzählt, sie seien angewiesen worden, Nachrichten mit konservativem Anstrich zu unterdrücken. Trotz Dementis von Facebook entfaltete sich eine Debatte über den Einfluss von Facebook als Nachrichtenmedium. Ein republikanischer Senator forderte zusätzliche Informationen vom weltgrössten Onlinenetzwerk. (chk/sda)

Erstellt: 13.05.2016, 04:42 Uhr

Artikel zum Thema

Facebook hilft Blinden, Fotos zu «sehen»

Die neue Funktion soll sehbehinderten Menschen den Zugang zur Social-Media-Plattform erleichtern. Allerdings kann die Software vorerst nur auf Apple-Handys genutzt werden. Mehr...

Paid Post

Bildung gegen die Macht der Maras

In den grösseren Städten El Salvadors kontrollieren Gangs, die sogenannten Maras, ganze Quartiere. Die Banden nutzen die tristen Zustände im Land, um Kinder und Jugendliche zu rekrutieren.

Kommentare

Blogs

Foodblog Insekten-Dinner im Werkhof
Serienjunkie Pferdestarke Frauen
Foodblog Vor der Nacht der langen Messer

Newsletter

Das Beste aus der Region.

Jeden Freitag um 16 Uhr Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Es herbstelt: Sonnenaufgang im Morgennebel bei Müllrose, Ostdeutschland (19. September 2017).
(Bild: Patrick Pleu) Mehr...