Das Schweigen der Emma Gonzalez

Hunderttausende demonstrieren am «Marsch fürs Leben» für ein schärferes US-Waffenrecht. Es sind die grössten Proteste seit Jahrzehnten – und sie enden in Washington mit einem besonderen Auftritt.

Gut einen Monat nach dem Schulmassaker von Parkland mit 17 Toten ist es in den USA landesweit zu Massenprotesten gegen Waffengewalt gekommen. (Video: Tamedia/AFP)
Alan Cassidy@A_Cassidy

Dann steht Emma Gonzalez endlich auf der Bühne, hinter ihr die Kuppel des Kapitols, vor ihr die Hunderttausenden Menschen auf der Pennsylvania Avenue. Niemand werde die ganzen Folgen des Amoklaufs von Parkland jemals erfassen können, sagt sie mit rascher, gepresster Stimme. Sie zählt die Namen ihrer 17 jungen Mitschüler auf, die in Florida erschossen wurden, und sagt: nichts mehr. Eine gefühlte Ewigkeit blickt sie über die Köpfe der Menge, die Lippen zusammengepresst, Tränen im Gesicht. Zwei, drei, vier Minuten. Selten war ein Schweigen so laut.

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