Chef des Heeres ist Trumps Wunschkandidat

Der zweite Wechsel an der Spitze des Pentagons während sechs Monaten: Donald Trump will Mark Esper auf den Posten.

Mark Esper ist Donald Trumps Wunschkandidat an der Spitze des Pentagons: Der bisherige Verwaltungschef des US-Heeres an einer Pressekonferenz. (13. Juli 2018)

Mark Esper ist Donald Trumps Wunschkandidat an der Spitze des Pentagons: Der bisherige Verwaltungschef des US-Heeres an einer Pressekonferenz. (13. Juli 2018)

(Bild: AFP Chip Somodevilla)

Inmitten der verschärften Spannungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump Mark Esper für das Amt des US-Verteidigungsministers nominiert. Das teilte das Weisse Haus in Washington am Freitagabend mit. Esper, bisher Verwaltungschef des US-Heeres, folgt auf Patrick Shanahan, der das Ministeramt nur kommissarisch ausübte. Der Wechsel war am Dienstag von Trump angekündigt worden.

Es handelt sich um den bereits zweiten Wechsel an der Spitze des Pentagons in rund einem halben Jahr. Der frühere Verteidigungsminister Jim Mattis war im Dezember aus Protest gegen den von Trump angekündigten Truppenabzug aus Syrien und die Reduzierung der Truppen in Afghanistan zurückgetreten. Danach übernahm dessen Stellvertreter Shanahan vorläufig das Ministeramt.

Ja vom Senat fehlt noch

Dessen Ausscheiden begründete Trump am Dienstag damit, dass Shanahan «mehr Zeit seiner Familie widmen» wolle. Noch Anfang Mai hatte der US-Präsident verkündet, dass er Shanahan für die dauerhafte Übernahme des Ministerpostens nominieren wolle. Doch das dafür notwendige Genehmigungsverfahren im Senat war seither noch nicht angelaufen. Auch die Ernennung Espers zum Pentagon-Chef muss noch vom US-Senat genehmigt werden.

Nach dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch den Iran hatte Trump am Freitag bestätigt, einen Vergeltungsangriff wegen der erwarteten Opferzahl kurzfristig abgebrochen zu haben. Die Lage in der Golfregion ist seit Anfang Mai extrem angespannt. Erst vor einer Woche waren zwei Tanker im Golf von Oman angegriffen worden. Die USA machten den Iran für die Sprengstoffattacken verantwortlich, Teheran Iran wies jede Verantwortung zurück.

roy/AFP

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