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Regionalgericht OberlandAus Versöhnung wurde Schlägerei

Zehn junge Syrer, angeklagt wegen eines Angriffs am Thunfest 2017, kamen mit zehn amtlichen Verteidigern vors Gericht, weil ihnen die Landesverweisung droht.

Das Thuner Gerichtsgebäude an der Scheibenstrasse.
Das Thuner Gerichtsgebäude an der Scheibenstrasse.
Foto: Patric Spahni

Am ersten Verhandlungstag vor dem Regionalgericht Oberland in Thun wurde zuallererst die Vermittlungstechnik auf die Probe gestellt: Sechs Anwälte mit fünf Angeklagten waren im Gerichtssaal, vier Anwälte waren per Skype zugeschaltet. Zu Beginn der Verhandlung waren diese teilweise nicht zu sehen oder nicht zu hören; das Gericht mit Gerichtspräsidentin Eveline Salzmann an der Spitze hatte die Sache aber schnell im Griff.

Zehn junge Syrer im Alter zwischen 21 und 25 Jahren waren des Angriffs angeklagt. Passiert ist der Vorfall am 12. August 2017 während des Thunfests. Die Polizei wurde am späteren Abend wegen einer Messerstecherei bei Manor gerufen. Sie fand eine unübersichtliche Situation vor, erhielt aber die Information, dass eine Gruppe arabisch sprechender Personen eine Gruppe von jungen ortsansässigen Personen angegriffen und neben Fäusten auch Pfefferspray, Messer und andere gefährliche Gegenstände eingesetzt habe.

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