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Sweet Home: HerbstneuigkeitenAuf diese Wohntrends können Sie sich freuen

Wohnen interessiert gerade so viel mehr als Mode. Entdecken Sie neue Farben, Stoffe oder Geschirr.

Mit Color Blocking wird ein Möbel zu einer Art Kunstwerk: Regal von Montana. Foto: Montana
Mit Color Blocking wird ein Möbel zu einer Art Kunstwerk: Regal von Montana. Foto: Montana

Color Blocking

Da ausgehen, sehen und gesehen werden in Zeiten der Pandemie nicht mehr so angesagt sind, blicken wir weniger auf die Laufstege, sondern vielmehr in die gute Stube, wenn es um neue Trends geht. Hier ist natürlich alles nachhaltiger und langlebiger. Denn mit Möbeln zieht man die Wohnung nicht jeden Tag neu an. Und trotzdem zeichnet sich eine grosse Tendenz zu mehr Flexibilität ab. Viele entscheiden sich eher für gute Stücke anstelle der billigen Variante, weil Erstere einen gewissen Wert haben und man sie, falls sich die Wohnung oder der Stil ändert, auch wieder verkaufen kann.

In Sachen Trends aber guckt man sich im Interiorbereich immer noch Einiges von der Mode ab zum Beispiel das Color Blocking. Mit Color Blocking bezeichnet man Farben, die klar voneinander abgegrenzt sind. Im Wohnen geht das wie im Modestyling; Man kann es, wie hier mit diesem Regal von Montana, in einem Einzelstück umsetzen oder aber mit verschiedenen farbigen Möbeln und farbigen Wänden.

Runde Formen, weiche Stoffe oder gar Fell machen Möbel zu Kuschelfreunden: Sessel Little Petra von &Tradition. Foto: &Tradition
Runde Formen, weiche Stoffe oder gar Fell machen Möbel zu Kuschelfreunden: Sessel Little Petra von &Tradition. Foto: &Tradition

Teddies zum Wohnen

Social Distancing in Ehren, aber zuhause wollen wir kuscheln. Und das neuerdings nicht nur mit den Herzallerliebsten, sondern auch mit den Möbeln. Diese zeigen sich nämlich immer mehr wie freundliche Teddybären. Nicht nur, dass runde Formen ganz klar alle Ecken ersetzen, die neuen Polstermöbel werden so weich wie möglich bezogen, bei diesem Sessel Little Petra von &Tradition sogar mit echtem Kuschelfell.

Verlieben Sie sich in die brandneue Trendfarbe Lila, zum Beispiel mit diesen Stühlen von Gubi. Foto: Gubi
Verlieben Sie sich in die brandneue Trendfarbe Lila, zum Beispiel mit diesen Stühlen von Gubi. Foto: Gubi

Die Farbe Lila

Lila ist eine brandneue Farbe im Interiorbereich. Sie verdrängt das Millenial Pink, in welches sich seit einer Weile so viele Designer vergucken. Sanfte Töne bleiben gefragt, aber diese wollen gesehen werden, herausleuchten und besonders sein. Lila ist ehrlich, und nicht einfach, wie sein Vorgänger Zartrosa, ein meist undefinierter gebrochener Ton mit rosa Tönung. Lila leuchtet in seiner ganzen Frechheit und Modernität aus der Einrichtung heraus. Und keine Angst: Lila passt zu allen Farben. Mutige kombinieren es gar zu Grasgrün. Lila peppt auch langweilige Farben wie Beige und Braun auf, wirkt elegant zu Schwarz und kann sich auch ungeniert breit machen, zum Beispiel als Polsterstoff für ein Sofa oder als Farbe für ein ganzes Regal. Hier zeigt es sich auf den auf hübschen, gepolsterten Stühlen von Gubi.

Kunst statt Computer: Das hilft beim Entspannen und beim kreativen Entfalten. Foto: Zara Home
Kunst statt Computer: Das hilft beim Entspannen und beim kreativen Entfalten. Foto: Zara Home

Kunst und Kreativität

Sich selbst verwirklichen, das tut man immer mehr von zuhause aus. Hobbys, Leidenschaften, Talente verbinden sich mit Kreativität, Kunst und Handwerk. So erleben gerade Schreibwaren oder Kunstbedarf einen Boom. Man kann eben nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen. Aquarell, Ölmalerei oder Kalligraphie bieten einen guten Kontrast zu Pixel, Zoom und Netflix. Und wo ein Trend wichtig wird, ist Zara mit dabei. Ölfarben, Pinsel und Schreibwaren gehören neuerdings zum Sortiment von Zara Home.

Glanz und Geflecht statt typischer Bürostimmung: So chic kann ein Home Atelier aussehen. Foto: Nordal
Glanz und Geflecht statt typischer Bürostimmung: So chic kann ein Home Atelier aussehen. Foto: Nordal

Home Atelier

So ist es eine logische Folgerung, dass das Home Office zum Home Atelier wird. Auch wenn man nun vermehrt von daheim aus arbeitet, möchte man nicht den Büro-Groove mitten in der Wohnung haben. Chice Tische statt Pulte, Sessel statt Bürostühle und eine kreative, inspirierende Umgebung statt unpersönliche Sitzungszimmeranmutung machen das Arbeiten von zuhause aus attraktiver und persönlicher. Dieses schöne Beispiel der dänischen Firma Nordal zeigt, wie elegant dieser Atelierstil aussehen kann.

Moderne und Tradition kommen in diesem neuen, samtbezogen Sofa Pandarine von Inga Sempé für Hay auf schönste Art zusammen. Foto: Hay
Moderne und Tradition kommen in diesem neuen, samtbezogen Sofa Pandarine von Inga Sempé für Hay auf schönste Art zusammen. Foto: Hay

Samt

Neu ist der Samttrend in der Wohnung nicht, aber er wird immer bedeutender. Nicht nur verspielte oder traditionelle Sofas zeigen Samtbezüge, sondern vermehrt auch neue Designstücke. In Samt verlieben sich gerade alle. Ein schönes Beispiel ist das neue Sofa Pandarine, das Inga Sempé für Hay entworfen hat. Natürlich kann man es auch in anderen Ausführungen haben.

Luke Edward Halls Interiordesign für das Hotel Les Gares in Paris zeigt einen dramatischen, von den 40ern inspirierten trendy Einrichtungsstil. Foto: Hotel Les Deux Gares
Luke Edward Halls Interiordesign für das Hotel Les Gares in Paris zeigt einen dramatischen, von den 40ern inspirierten trendy Einrichtungsstil. Foto: Hotel Les Deux Gares

Drama

Von der Opulenz geht es direkt zum Drama: Hier ist der englische Tausendsassa Luke Edward Hall ein Meister. Sein neuster Coup ist das Interiordesign des Pariser Hotels Les Deux Gares, das gerade erst eröffnet wurde. Hier hat Hall aus dem Vollen geschöpft und ganze Wände in leuchtendem Grasgrün gestrichen, Badezimmer rosa oder zitronengelb gekachelt, gelbgrünen Zimmern «Hermès»-orange Vorhänge oder ultramarinblauen Samtsofas knallrote Fransen gegeben.

Natürlich tauchen auch seine geliebten Götterknaben auf, wie etwa hier an einem Spiegel, den er selbst kreiert hat. Die Einrichtung erinnert stark an die Werke von Dorothy Draper, deren Stil übrigens auch in den Sets der neuen Netflix-Serie «Ratched» zu sehen ist. Diese dramatische von den 40er-Jahren inspirierte Art von Einrichtung ist ein grosser Trend. Der wird wahrscheinlich nicht gerade in viele gute Schweizer Stuben ziehenaber «you never know»!

Wie Skulpturen: Vasen, Schalen und Geschirr der dänischen Firma Oyoy. Foto: Oyoy
Wie Skulpturen: Vasen, Schalen und Geschirr der dänischen Firma Oyoy. Foto: Oyoy

Skulpturales

Nicht nur Götterbilder, Statuen und Säulen sind ein wichtiges neues Thema im Wohnbereich, sondern auch Skulpturen und skulpturale Gebrauchsgegenstände. Kommt das wohl aus dem Bedürfnis heraus, dass wir öfter an Denkmäler denken? Ob dieser Trend wirklich etwas mit unserer momentan intensiveren Beschäftigung mit der Vergänglichkeit zu tun hat oder ganz einfach mit dem Bedürfnis nach Zierde, weiss ich nicht, aber ich denke, da ist wohl beides mit im Spiel. Auf jeden Fall können wir uns an Vasen, die statuesk daherkommen, an Schalen, die wie Kunst wirken, und an Dekoskulpturen aller Art erfreuen. Dieser Trend zeichnet sich übrigens auch bei Leuchtenfüssen oder Kerzen ab. Hier sehen Sie die Keramikkollektion der dänischen Firma Oyoy, die Lust macht auf neues Geschirr und neue Vasen.

Grün ist die Farbe der Zeit: Sehr schön und neu zeigt sich diese Trendfarbe an Stühlen, wie hier bei solchen der Gebrüder Thonet Vienna. Foto: GTV
Grün ist die Farbe der Zeit: Sehr schön und neu zeigt sich diese Trendfarbe an Stühlen, wie hier bei solchen der Gebrüder Thonet Vienna. Foto: GTV

Grasgrün

Die Trendfarbe Grasgrün zeigt sich auch dezent, wie die Stühle Sugiloo von Michael Anastassiades für die Gebrüder Thonet Vienna beweisen. Man kann sie gar zu Rustikalem kombinieren. Grün ist die Farbe der Zeit. Sie symbolisiert die Liebe und Verbundenheit zur Natur. Die Trendfarbe Grasgrün zeigt sich oft leuchtend und auffällig oder ungewohnt eingesetzt. Auch das passt zur Gegenwart, die extrem und verunsichernd ist. Trends sind ja immer eine Reflexion der momentanen Befindlichkeit.

Wie ich hier immer wieder erwähne: Trends werden nicht diktiert, sondern von uns allen geschaffen. Auch die Zeitspanne, die ein Trend erlebt, bestimmen wir. Denn wenn etwas nicht mehr stimmt, das Bedürfnis danach abnimmt, dann verschwindet auch der Trend. Es gibt Menschen, die spüren die kommenden Trends früher als andere, das bedeutet aber nicht, dass sie sie kreieren.

Lesen Sie morgen hier auf Sweet Home, von welchen Wohntrends wir uns verabschieden.

Sie bringen auf charmante Weise Licht auf den Tisch: Lämpchen mit Pilzhüten – die Designversion der klassischen Tischleuchten mit Lampenschirm. Foto: Kaschkasch
Sie bringen auf charmante Weise Licht auf den Tisch: Lämpchen mit Pilzhüten – die Designversion der klassischen Tischleuchten mit Lampenschirm. Foto: Kaschkasch

Pilzlämpchen

Das Licht wird im Winter immer zum grossen Thema. Hier zeichnet sich ein sehr hübscher und irgendwie unerwarteter Trend ab, nämlich kleine Leuchten mit pilzartigen Hütchen. Wahrscheinlich weil das die Designversion von klassischen Tischleuchten ist, die aus Fuss und Schirm bestehen. Pilzlämpchen haben oft gar keine Kabel mehr und können einfach so auf Tische platziert werden. Dieses Lämpchen Ani ist von Kaschkasch für Blomus.

Lassen Sie sie sich auch von diesen Trendgeschichten inspirieren:

Schalten Sie um auf Grün

Wie dunkle Farben die Wohnung vergrössern

10 wahre Aufbewahrungskünstler

1 Kommentar
    Herbert Berger

    Super. Wir freuen uns auf unsere neuen trendy Wegwerfmöbel...