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LeserreaktionenAuch im Ausland müssen Firmen haften

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Rudolf Strahm, ehemaliger Preisüberwacher und Alt-Nationalrat, sagt, er sei nicht bei der Konzernverantwortungsinitiative eingespannt.
Rudolf Strahm, ehemaliger Preisüberwacher und Alt-Nationalrat, sagt, er sei nicht bei der Konzernverantwortungsinitiative eingespannt.
Foto: Charles Ellena

Zu «Mit einer millionenteuren Kampagne gegen die Konzernlobby»

Auch im Ausland müssen Firmen haften

In dem Artikel wird behauptet, man habe mich ins Kampagnenkonzept zugunsten der Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) eingespannt, um die Werbebotschaft zu verbreiten: «Ich muss Steuern zahlen, und diese Konzerne können sich alles leisten.» Dazu halte ich fest: Ich bin weder im Initiativkomitee, noch bin ich je an einer Zusammenkunft zur Kampagne dabei gewesen, noch hat mich je eine Agentur konsultiert. Ich habe seit 2015 aus eigener Motivation dreimal eine Kolumne zugunsten der Initiative geschrieben. Einfach, weil ich es unethisch und unmoralisch finde, dass unsere Unternehmen im Inland für ihre hiesigen Firmentöchter voll haften müssen, während die Konzerne und ausländisch beherrschten Rohstofffirmen für die krummen Touren ihrer Filialen in armen Entwicklungsländern nicht belangt werden. Das ist meine Motivation. Hinter der Kovi stehen übrigens nicht 12, sondern 120 Organisationen der Zivilgesellschaft. Dies eine weitere Falschaussage im Artikel.

Rudolf Strahm, ehemaliger Preisüberwacher, Herrenschwanden

Zu «Gewisse Kreise versuchen, die Polizei zu diskreditieren»

75 Prozent der Gefängnisse sind von Ausländern belegt

Um Ladendiebstähle aufzuklären, werden ausschliesslich Kundinnen und Kunden kontrolliert. Wo häufig Autos gestohlen werden, überprüft die Polizei hauptsächlich Autofahrende. Wo gewildert wird, werden logischerweise Jäger und Besitzer von Jagdwaffen überprüft. Ist es denn nicht logisch, dass grösstenteils Schwarze in polizeiliche Kontakte verwickelt werden, wenn Berns illegaler Drogenhandel hauptsächlich durch Schwarzafrikaner betrieben wird? Und ist es denn verwunderlich, wenn viele Fremdstämmige es mit der Polizei zu tun bekommen, wenn unsere Gefängnisse mit über 75 Prozent durch Ausländer belegt sind?

Toni Brunner, Münchringen

Zu «Lockdown nach Massenausbruch in Fleischfabrik wird ausgeweitet»

Hauptsache billig einkaufen – mir graut es

Für die Schweizer Einkaufstouristen ist es jetzt eine günstige Zeit, ins nahe Deutschland zu gehen. Sie treffen mit einem Schlag gleich mehrere Fliegen. Billiges Fleisch einkaufen und somit mensch- und tierwidriges Verhalten unterstützen. Ohne Maske einkaufen – so können die Deutschen verärgert werden. Empfehlungen zur Hygiene einzuhalten, ist auch nicht nötig. Nebenbei, wenn möglich, noch Viren ex- oder importieren. Hauptsache billig einkaufen. Mir graut es.

Elsbeth von Ballmoos, Schüpbach

Zu «Friedliche Kundgebung ohne Abstandhalten»

Kinder werden ungefragt an Demonstrationen geschleppt

Vermehrt habe ich mich beim Ansehen der Bilder von Demonstrantinnen geärgert, die als Schutzschild ihre Kleinkinder missbrauchen. Sie demonstrieren gegen Rassismus, für Gleichstellung. Dabei verletzen sie aber aufs Schlimmste das Wohl des Kindes. Wo bleibt da der Kindesschutz? Eigentlich müsste sich die übrige Schweiz an Demonstrationen beteiligen, die sich für das Wohl und Recht der Kinder einsetzt, die von ihren Eltern ungefragt an Demonstrationen mitgeschleppt werden. Das wäre doch auch einmal eine Schlagzeile wert.

Annemarie Marthaler, Seftigen

Zu «Das erste Tram fährt frühestens 2028»

Bern kann kaum bestehende Tramlinien unterhalten

Eine satte Viertelmilliarde für eine vier Kilometer dahinkriechende Verkehrsbremse. Was für eine Leistung. Immer vorausgesetzt, die Kosten werden für einmal wirklich eingehalten. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Stadt Bern kaum die bestehenden Tramlinien einigermassen unterhalten kann, weiss man, wer bald darauf wieder die hohle Hand machen wird. Noch stossender ist die Tatsache, dass das ganze Konzept schon veraltet sein wird, wenn dieser Quatsch dann endlich in den Betrieb geht.

Onlinekommentar von Rolf Gurtner