Kinderbetreuung auch in den Ferien

Worb

Ab dem neuen Schuljahr gibt es in der Gemeinde Worb während sieben von 13 Ferienwochen eine Betreuung für Schulkinder.

Der Gemeinderat Worb will ein dreijähriges Pilotprojekt für Betreuungslösung während der Schulferien lancieren.

Der Gemeinderat Worb will ein dreijähriges Pilotprojekt für Betreuungslösung während der Schulferien lancieren.

(Bild: iStock/ Symbolbild)

Annic Berset

13 Wochen – das ist die Anzahl an Ferien, die ein Schulkind pro Jahr im Kanton Bern hat. Wenn beide Eltern arbeiten, sind immer mehr Familien auf ein externes Betreuungsangebot angewiesen. So auch in Worb, wo der Gemeinderat ein dreijähriges Pilotprojekt lancieren will. Ab dem neuen Schuljahr soll es in den Sommer-, den Herbst- und den Frühlingsferien während sieben von 13 Ferienwochen eine Betreuungslösung geben.

Während der Schulzeit nehme die Nachfrage in den Tagesschulen kontinuierlich zu, erklärte der Worber Gemeinderat Christoph Moser (SP). «Deshalb sind wir überzeugt, dass es auch während den Ferien ein Bedürfnis gibt.» Das Angebot sei wichtig für alle Bevölkerungsschichten, allen voran aber für die Integration von sozial schwächeren Personen, die sich häufig erst an einem Beschäftigungsprogramm anmelden würden, wenn die Betreuung der Kinder in den Ferien geregelt sei.

Alle überzeugt ausser die FDP

Die Parteien äusserten sich in der GGR-Sitzung wohlwollend zum Vorschlag des Gemeinderats. Alle ausser der FDP. Die Partei, die sich noch ein paar Minuten zuvor für eine «starke öffentliche Schule» eingesetzt hatte, kritisierte, dass im Vorfeld keine konkrete «Bedürfnis-Abklärung» gemacht worden sei. «Wir würden auch keinen Kunstrasen bauen, wenn wir nicht wüssten, ob tatsächlich jemand darauf spielen würde», sagte der FDP-Vertreter. Und er forderte die Rückweisung des Geschäfts an den Gemeinderat.

Die SVP-Fraktion, die sich nicht geäussert hatte, stellte sich hinter diesen Antrag. Alle anderen Parteien waren aber der Überzeugung, dass das Bedürfnis für eine Ferienbetreuung der Schulkinder vorhanden und das finanzielle Risiko für die Gemeinde tragbar sei. «Der dreijährige Pilotversuch ist unsere konkrete Abklärung, ob das Angebot genutzt werden wird», sagte etwa die GLP. Deshalb wurde das Reglement schliesslich angenommen.

Sobald eine Anmeldung besteht, ist die Durchführung garantiert. Maximal will die Gemeinde 16 Kinder auf einmal betreuen. Das Projekt wird von Gemeinde und Eltern finanziert, auch über eine Beteiligung des Kantons wird diskutiert. Je nach Einkommen zahlen die Eltern für einen Betreuungstag zwischen 20 und 50 Franken.

Berner Zeitung

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