Betriebsgebäude: Initiativen im Direktduell

Wilderswil

Wie weiter mit dem dritten Stock des Betriebsgebäudes? Am 7. April entscheiden die Wilderswiler Stimmbürger in einer Variantenabstimmung an der Urne.

So soll das Betriebsgebäude dereinst aussehen. Ob ein dritter Stock gebaut wird, entscheidet sich an der Urne. Illustration: PD

So soll das Betriebsgebäude dereinst aussehen. Ob ein dritter Stock gebaut wird, entscheidet sich an der Urne. Illustration: PD

Samuel Günter@samuel_guenter

Am 7. April kommt es in Wilderswil zu einer Urnenabstimmung mit Stichfrage. Es geht um das Betriebsgebäude. Dass die Gemeinde eines benötigt, ist eigentlich unbestritten. Feuerwehr und Gemeindebetriebe sind zurzeit in Provisorien untergebracht. Deswegen sagten die Stimmberechtigten schon zweimal Ja zum geplanten Betriebsgebäude am Dorfeingang – zuletzt am 12. Februar 2017 zu den aktuellen Plänen mit Einstellhalle und drei oberirdischen Geschossen für 7,75 Millionen Franken. Das dritte Geschoss sollte an Dritte vermietet werden und so zur Finanzierung des Gebäudes beitragen.

Nachdem aber keine Mieter gefunden worden waren, schlug der Gemeinderat vor, mit der Gemeindeverwaltung aus den Räumen der Burgergemeinde in dieses dritte Geschoss zu ziehen. Gegen die dafür nötige Zweckänderung und den Ausbaukredit gab es Opposition.

Letzten Sommer lehnten die Stimmbürger die Umnutzung und den Ausbau mit 400 Nein- zu 359 Ja-Stimmen an der Urne ab. Der Gemeinderat erklärte aber am Abstimmungssonntag, das dritte Stockwerk werde gebaut, und zeigte sich zuversichtlich, doch noch Mieter zu finden.

Initiative und Gegeninitiative

Eine Gruppe um die ehemaligen Gemeindepolitiker Hanspeter Jörg, Hans Schmutz und Eduard Schild glaubt nicht daran. Sie reichten eine Initiative ein, die verlangt, auf das dritte Geschoss zu verzichten. Kurz darauf folgte eine zweite Initiative. Diese verlangt, dass das dritte Obergeschoss ausgebaut und die Gemeindeverwaltung nun doch ins Betriebsgebäude integriert wird. Bei den gültigen Unterschriften liegen beide Eingaben etwa gleichauf. Für den Ausbau sind es gemäss der Gemeindeverwaltung 323 gültige Unterschriften. Für den Verzicht sind es 330. Nötig wären rund 190.

Mit Stichfrage

Beim Urnengang am 7. April kommen beide Volksbegehren zur Abstimmung, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt. Für den Fall, dass beide Initiativen angenommen werden, gibt es eine Stichfrage. Die Abstimmungsunterlagen sollen den Stimmberechtigten bis spätestens am 15. März zugestellt werden.

Berner Oberländer

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