Ausbildung war Trumpf

Spiez

Der Donnerstag war an der WGA ganz dem Schwerpunkt Ausbildung gewidmet. Den Nachmittag bestritten an einem Forum Praktiker mit Referaten, am Abend stellten Unternehmer jungen Leuten und ihren Eltern konkrete Möglichkeiten vor.

Tipps von Profis: Thomas Gosteli, Ausbildungsverantwortlicher, erklärt das Ausbildungssystem der Berner Kantonalbank, daneben (von links) Bernhard Bigler, Generalagent Mobiliar, Pascal Lehmann, Weltmeister Car Painting 2013, und Moderatorin Nina Zosso, Berner KMU.

Tipps von Profis: Thomas Gosteli, Ausbildungsverantwortlicher, erklärt das Ausbildungssystem der Berner Kantonalbank, daneben (von links) Bernhard Bigler, Generalagent Mobiliar, Pascal Lehmann, Weltmeister Car Painting 2013, und Moderatorin Nina Zosso, Berner KMU.

(Bild: Ulrich Krummenacher)

«Die Schnupperlehre ist für Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit, neue Lehrlinge anzuwerben», erklärte Pascal Lehmann am Donnerstagnachmittag im Lötschbergsaal an der WGA. Lehmann ist Weltmeister Car Painting 2013 und arbeitet bei der Carrosserie-Spiez AG von Patrick Balmer. Er betonte: «Bedingungen sind allerdings, dass es sich um einen modernen, innovativen Betrieb handelt und dass die Schnupperlehrlinge sorg­fältig betreut werden und nicht zum Werkstattputzen, Znüniholen und Aktenablegen missbraucht werden.»

Mehrere Referenten am ersten Ausbildungsforum bekräftigten diese Aussage. Christoph Erb, Direktor der Berner KMU betonte, dass sein Verband mithelfen wolle, Ausbildungsbestrebungen der Basis zu festigen. Er ermunterte die Oberländer Unternehmer, hier tatkräftig mitzuhelfen.

Patrick Balmer, Präsident Gewerbe Spiez, rief seine Kolleginnen und Kollegen dazu auf, die dafür notwendigen Innovationen zu tätigen. Und mehrere Ver­treter prominenter Unternehmungen aus der Region zeigten anschliessend auf, wie das Ausbildungswesen in ihren Firmen gehandhabt wird.

Unternehmer als Ausbildner

Von den Schulabgängern am Schulzentrum Längenstein absolvieren anschliessend 47 Prozent eine Berufslehre. Schulleiter Thomas Krayenbühl zeigte auf, was die Schule zur Berufswahl beiträgt. Dazu läuft über mehrere Jahre ein achtstufiger Prozess bis zum Abschluss eines Lehrver­trages.

«Wir sind mit den Unternehmen, welche Lehrlinge ausbilden im ständigen Kontakt», sagte Berufsschullehrer Stefan Hänni. So können meist Probleme frühzeitig erkannt und möglichst beseitigt werden. Die Firma Luag in Krattigen von Anita Luginbühl bildet zurzeit vier Lehrlinge, davon ein Mädchen, zum Schreiner aus. «Wir haben begonnen, mit einem Betrieb aus Norddeutschland zur Horizonterweiterung einen Lehrlingsaustausch zu machen», erklärte Luginbühl.

Die Berner Kantonalbank schliesslich bildet neu zwei ­Jugendliche im Berufsbild Kundendialog aus. Die Absolventen werden in der telefonischen Beratung von Kunden eingesetzt werden, wie Thomas Gosteli, der Ausbildungsverantwortliche, erklärte.

Gewerbler und Jugendliche

Bereits zum dritten Mal haben Gewerbetreibende aus der Region Spiez den Schülern und ­Jugendlichen der Gemeinden Aeschi, Krattigen, Reichenbach, Spiez, Wimmis und Umgebung an einem Ausbildungsabend – diesmal in der WGA selber – die Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten ihrer Betriebe vorgestellt und Fragen beantwortet. Die Jugendlichen konnten sich ein Bild über die möglichen Berufslehren machen und einen Überblick über die praktischen Berufsmöglichkeiten verschaffen. Mitarbeiter aus den einzelnen Geschäften standen Rede und Antwort. Weil der Anlass zum ersten Mal im Rahmen der WGA stattfand, waren bedeutend mehr Unternehmen an der Veranstaltung ver­treten.

Berner Zeitung

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