Die Genossen stecken in der Bredouille

Thun

TT/BO-Chefredaktor Stefan Geissbühler zur Ausganglage der Thuner Gemeinderatswahlen 2018.

Die Thuner Wahlen in einem Jahr versprechen einige Spannung. Die in den letzten Jahren eher glücklos kämpfende Gemeinderätin Marianne Dumermuth – sie zitterte 2014 um ihre Wiederwahl – tritt nicht mehr an. Altershalber, so die offizielle Begründung der SP. Dumermuth geriet jüngst, und dies nicht zum ersten Mal, wegen angeblicher Unzulänglichkeiten in ihrem Planungsamt unter Beschuss. Beim Regierungsstatthalter ist bekanntlich eine diesbezügliche Aufsichtsbeschwerde hängig.

So blieb Peter Siegenthaler aus Parteisicht nichts anderes übrig, als für eine vierte Legislatur zu kandidieren. Und auch mit Blick auf sein Alter ist der Entscheid des heute 55-jährigen Thuner ­Sicherheitsvorstehers nachvollziehbar.

Doch die Genossen stecken in der Bredouille. Stand jetzt sind keine valablen Kandidatinnen und Kandidaten für die Thuner Regierung in Sicht. Offen ist, ob die parteiinterne Findungskommission fündig werden wird.

Schaffen es die Genossen bis in einem Jahr nicht, eine Person aufzubauen, könnten die Grünen zum Handkuss kommen. Denn diese haben mit Stadt- und Grossrätin Andrea de Meuron eine Politikerin in ihren Reihen, die in vielen Themenbereichen die Öffentlichkeit sucht. Oder man denke an ihren Parteikollegen Thomas Hiltpold, dem zwar der Nimbus des ewigen Kandi­daten anhaftet, der 2014 den Sprung in den Gemeinderat aber nur knapp verpasst hat. So oder so: Der Wahlkampf ist eröffnet.

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt