SCL bleibt 2016 ungeschlagen

Der SC Langenthal gewinnt auch das sechste Spiel im Jahr 2016. Die Oberaargauer bezwingen Aufsteiger Winterthur 4:1 und bauen die Tabellenführung in der NLB auf 8 ­Punkte aus.

Langenthals Fredrik Sitje?erzielt das 2:0 gegen Winterthurs Goalie Fabio Haller.

Langenthals Fredrik Sitje?erzielt das 2:0 gegen Winterthurs Goalie Fabio Haller.

(Bild: Marcel Bieri)

Gewiss hat der SC Langenthal in dieser Saison schon packendere Spiele als das gestrige gegen den EHC Winterthur gezeigt. Doch der Aufsteiger wurde im fünften Vergleich zum fünften Mal bezwungen, im jüngsten Fall mit 4:1. Schon nach 34 Sekunden schob Josh Primeau in der Schorenhalle den Puck backhand ins gegnerische Tor, nachdem Arnaud Montandon einen Abpraller erwischte und ihm die Scheibe vorgelegt hatte. Keine vier Minuten waren vorbei, als Fredrik Sitje zum 2:0 traf – alles schien für einen Kantersieg angerichtet.

Pflicht erfüllt

Doch das Spiel trug eher das Markenzeichen, das der gestandene SCL-Stürmer Marc Kämpf in der gestrigen Ausgabe dieser Zeitung erwähnte: «Gegen Teams wie Olten oder Rapperswil pushen sich die beiden Mannschaften gegenseitig.» Und gegen Clubs wie die GCK Lions oder den EHC Winterthur sei das Tempo eben tiefer.

SCL-Headcoach Jason O’Leary stimmte seine Mannschaft korrekt auf die Begegnung ein, der Gegner wurde nicht unterschätzt und die Pflicht erfüllt. Rechtzeitig bevor das Team aus der sechstgrössten Stadt der Schweiz «aus Versehen» hätte den Ausgleich schiessen können, erhöhte Claudio Cadonau auf 3:1.

Aus dem Spiel gegen Olten nehme man mit, dass man über 60 Minuten fokussiert gewesen sei, sagte SCL-Stürmer Dominic Hobi nach dem 2:1-Triumph im Derby. Dies setzte die Mannschaft gestern durchaus um, gefährdet war der sechste Sieg in Serie – sowie die Ungeschlagenheit in diesem Jahr – während keiner Sekunde, doch von einer Hockey-Gala war das Team an diesem Spieltag weit entfernt.

«Gefährlicher Vorsprung»

Die bisherigen fünf Kräftemessen zwischen den beiden Teams zeigen auch: Ohne ausländische Verstärkung tritt ein Club wie Winterthur langfristig blass auf. Die Gesamtbilanz zwischen den beiden Vereinen lautet: 15:0 Punkte, 19:8 Tore zugunsten Langenthals. Zudem gingen 30 von 37 Matches der Zürcher verloren.

SCL-Verteidiger Claudio Cadonau spricht dennoch nicht von einem einfachen Sieg. «Lange lautete der Spielstand 3:1, das ist ein gefährlicher Vorsprung. Es braucht ein Tor von ihnen, dann wird es eng, und die Partie könnte noch kippen.»

«Nicht schön, aber 3 Punkte»

«Wir wollten einfach die 3 Punkte», blickt Arnaud Montandon, der zwei Assists buchte, zurück. «Das Spiel war nicht schön, aber die Tore waren wichtig. Winterthur hatte nichts zu verlieren, doch wir haben sie nicht unterschätzt.»

Nun wartet am Samstag die Begegnung mit den Rapperswil-Jona Lakers. Der SC Langenthal weist eine 6:6-Punkte-Bilanz gegen die St. Galler auf. Der SCL strebt den siebten Sieg im neuen Jahr an und will sich der Playoff-Form annähern. «Unser Ziel ist es, einfach und hart zu spielen, das ist das wichtigste», hält Cadonau fest.

Berner Zeitung

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