BLS-Werkstätte: Regierung hält sich im Hintergrund

Bern

In der Kontroverse um die neue BLS-Werkstätte will sich die Berner Regierung einstweilen zurückhalten.

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Bei der neuen BLS-Werkstätte will sich die Regierung zurückhalten, auch wenn der Kanton Mehrheitsaktionär der Bahn ist. Das macht der Regierungsrat in seiner Antwort auf parlamentarische Vorstösse deutlich.

Der Ball liege zunächst bei der breit abgestützten Begleitgruppe, die seit diesem Sommer die Werkstatt-Frage unter die Lupe nehme. Erst wenn deren Ergebnisse vorlägen, solle über das weitere Vorgehen entschieden werden, schreibt der Regierungsrat in der am Montag publizierten gemeinsamen Antwort auf zwei Motionen.

Kritik beim Weiler Riedbach

Simone Machado Rebmann (Bern/GPB-DA) fordert zusammen mit Kollegen von BDP, SVP, GLP, EVP, EDU und Grünen, dass sich der Regierungsrat für ein Ende der Planungsarbeiten in Bern-Riedbach einsetzt. Samuel Krähenbühl (SVP/Unterlangenegg) regt an, die BLS solle beim Unterhalt von Schienenfahrzeugen mit der SBB zusammenarbeiten.

Die BLS steht seit dem Frühling in der Kritik. Ihr Vorhaben, im Weiler Riedbach im Westen Berns auf 20 Hektaren eine Werkstätte zu bauen, stösst auf Widerstand von Bauern, Umweltschützern, Parteien und verschiedenen Organisationen.

Beim betroffenen Landwirtschaftsland handelt es sich um Fruchtfolgeflächen, also ackerbaufähigen Boden von sehr guter Qualität. Das schreibt der Regierungsrat in der Antwort auf eine Interpellation von Lars Guggisberg (SVP/Kirchlindach).

Keine Werkstatt im Wald

Guggisbergs Parteikollege Krähenbühl regt für die BLS-Werkstätte «andere Standorte an, die bisher wegen raumplanerischer Einschränkungen nicht in Frage gekommen sind». Der Regierungsrat winkt ab: Ein Standort im Wald oder in einem Naturschutzgebiet sei schon wegen der bundesrechtlichen Vorgaben nicht möglich.

cla/sda

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