ICF-Sekretariat mit Farbbeuteln beworfen

Bern

In der Nacht auf Donnerstag wurde das Sekretariat der Freikirche ICF verwüstet. Der Protest gegen den für Samstag angekündigten «Marsch fürs Läbe» geht damit in die nächste Runde.

Das Sekretariat der Freikirche ICF im Berner Monbijou wurde in der Nacht auf Donnerstag mit Farbbeuteln beworfen.<p class='credit'>(Bild: 20 Minuten/Leserreporter)</p>

Das Sekretariat der Freikirche ICF im Berner Monbijou wurde in der Nacht auf Donnerstag mit Farbbeuteln beworfen.

(Bild: 20 Minuten/Leserreporter)

Am Samstag findet auf dem Berner Bundesplatz der «Marsch fürs Läbe» statt. Bereits seit mehreren Wochen wird auf dem Dach der Reitschule zum Protest gegen den Anlass aufgerufen. Nachdem vor zwei Wochen bereits das EVP-Sekretariat mit Farbbeuteln beworfen wurde, hat es nun auch das Sekretariat der Freikirche ICF (International Christian Fellowship) getroffen.

Unbekannte haben das Gebäude in der Nacht auf Donnerstag mit Farbbeuteln beworfen. Dabei wurden Scheiben eingeschlagen, die Fenster sind mit pinker Farbe verschmiert. Die Botschaft, die mit einer schwarzen Spraydose auf das Fenster gesprüht wurde, ist eindeutig: «Marsch fürs Leben stoppen!»

«Akt der Intoleranz»

Für Andreas Studer, Pressesprecher des ICF Bern, ist der Farbanschlag ein Akt der Intoleranz: «Die Schweiz ist ein christliches Land, in dem christliche Freikirchen oder Parteien immer wieder angegriffen werden, weil sie ihre Werte vertreten und ihren Glauben leben. Ich fühle mich diskriminiert und persönlich angegriffen», lässt sich Studer von «20 Minuten» zitieren.

Das ICF habe mit dem Marsch fürs Leben ausserdem gar nichts zu tun und sei auch nicht im OK-Team vertreten, so Studer weiter. Das ICF Bern hat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Der «Marsch fürs Läbe» sorgte im Vorfeld bereits mehrmals für Schlagzeilen. Aus Sicherheitsgründen wurde den Veranstaltern in Bern verboten, durch die Innenstadt zu marschieren – stattdessen wurde eine Platzkundgebung auf dem Bundesplatz bewilligt. In Zürich, wo der Marsch fürs Leben bisher jeweils durchgeführt wurde, war es regelmässig zu Störaktionen und Krawallen gekommen.

chh

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