Ein neues Lokal mit dem Drang nach draussen

Das neue Gastrolokal Florian verändert beim Haupteingang zum Bahnhof einiges. 

Geschäftsführer Thierry Fuhrer im neu eröffneten Florian Caffé & Bar.

Geschäftsführer Thierry Fuhrer im neu eröffneten Florian Caffé & Bar.

(Bild: Susanne Keller)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Elektriker nehmen letzte Arbeiten vor, während vier Geschäftsleute am langen Tisch Platz nehmen. Die Kaffeebar Florian ist kurz vor dem Mittag bereits gut besucht. Am Freitag um 6.30 Uhr öffnete das neue Gastroangebot im Berner Bahnhof erstmals seine Türen.

Die Betreiber haben beim Haupteingang zum Bahnhof die Fläche der Confiserie Sprüngli übernommen. Das Lokal ist stilvoll eingerichtet. Neben dem Zwölfertisch bietet es vor allem Zweitertische an. Im Innern hat es 61 Sitzplätze.

«Wir sind ein Ganztagesbetrieb», erklärt Geschäftsführer Thierry Fuhrer am grossen Tisch. «Am Morgen wollen wir unseren Gästen die Kunst der Baristas präsentieren», führt er weiter aus.

Am Mittag bietet das Lokal ein Mittagsmenü sowie andere Gerichte wie Flammkuchen, Kartoffelsalat mit Schweinswurst oder auch Toastbrote an. «Und am Abend wollen wir einen Loungebetrieb mit Apérohäppchen anbieten», sagt Fuhrer. Die Speisekarte ist einfach gehalten, weil die offene Küche nicht allzu viel Platz bietet.

Bis 75 Aussensitzplätze

Der Einzug der Kaffeebar wird das Gesicht des Bahnhofeingangs verändern. Die Betreiber haben die Bewilligung erhalten, 36 Aussensitzplätze zu betreiben. Ein Gesuch für 39 weitere Plätze wurde bereits eingereicht.

Um diese zu realisieren, braucht es bauliche Massnahmen. So ist vorgesehen, die Überdachung des Treppenabgangs zum Bahnhof zurückzubauen und den Abgang nur noch mit einem Glasgeländer zu sichern.

Erhält die Kaffeebar Florian diese Bewilligung, werden die Randständigen, die sich dort bislang getroffen haben, weniger Platz vorfinden. Ali Manouchehri, einer der drei Mitinhaber des Lokals, gibt sich zuversichtlich: «Wir wissen, dass unser Lokal an einem sehr belebten Standort liegt. Ich glaube nicht, dass hier eine neue Konfliktzone entstehen wird. Wir planen, an der Grenze unseres Aussenbereichs Bäume in grossen Töpfen hinzustellen», sagt der 45-Jährige.

Von den Mitinhabern der Hauptstadt Gastro AG, die das neue Lokal betreibt, heisst im Übrigen keiner Florian. Sie haben sich in einem Auswahlverfahren für diesen Namen entschieden. Wobei kein Zufall sein dürfte, dass das älteste Kaffeehaus in Venedig den gleichen Namen trägt.

Neben dem Luzerner Ali Manouchehri sind die Berner Piero Achermann und Tereq Timmers die anderen Mitinhaber der Hauptstadt Gastro AG. Manouchehri ist in der Branche kein Neuling. Er betreibt bereits den Take-away-Betrieb Mangia-Mangia im Bahnhof. «Wir möchten gerne weitere Florian-Cafés eröffnen», sagt er. Aber der Aufbau einer Kette sei nicht geplant.

Berner Zeitung

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