Warum Bern besser ist als Zürich

Bern

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Die Stadt Bern – so lautet der Tenor einer Umfrage der bernerzeitung.ch. Zudem stammten auch die schönsten Frauen aus Bern. Dieser und weitere Gründe für einen Umzug nach Bern.

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1.) Berner bluffen nicht Fangen wir mit einer schönen Berner Tugend an: Bescheidenheit wird hier noch als Lebensprinzip gelebt, getreu dem Motto: Alles im Übermass ist schädlich. «Die Berner sind bescheidener und ruhiger - nicht so lauthals wie die Zürcher», schreibt eine Leserin der bernerzeitung.ch per Mail. Das beste Beispiel für die Berner Bescheidenheit ist der neue Schwingerkönig Kilian Wenger. Der 20-jährige aus dem Diemtigtal im Berner Oberland scheint auch nach seinem überragenden Sieg nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren.

2.) Schöne «Modis» In aller Stille leben in dieser Stadt viele anmutige weibliche Geschöpfe. In einem Artikel im Magazin des «Tages Anzeigers» wurden die Berner Frauen dereinst gar als die schönsten der Schweiz bezeichnet. Sie seien natürlich, unaufdringlich und offen. Es sei die Mischung aus deutsch und welsch, also erdig und kultiviert, das sie speziell mache. Ursi Andress (Bond-Girl), Michelle Hunziker (internationale Fernsehfrau und «schönster Po Italiens»), Maria Dolores-Dieguez (Model und Frau von Ralph Fiennes) und Julia Saner (Siegerin Elite Model-Contest) sind nur einige Beispiele für schöne Frauen aus Bern. Die Berner Männer stehen den Frauen indessen in nichts nach, wie die E-Mail einer Leserin beweist: «Wir haben die herzigeren Jungs, ein bisschen "verwuschelter", weniger Gel in den Haaren und weniger Markenfetischismus.»

3.) Reizvoller Dialekt Kommen wir zum Dialekt, der häufig ebenfalls als der schönste der Schweiz bezeichnet wird. Er sei besonders melodisch und durch das Französisch abgerundet - er gehe runter wie Öl. Auch eine Umfrage der «Coop Zeitung» hat ergeben, dass Berndeutsch am beliebtesten ist. Kein Wunder hört man am Radio und im Fernsehen sehr oft Bernerinnen und Berner: Mario Torriani auf DRS 3, Nicole Berchtold, Kurt Aeschbacher, Sven Epiney und Matthias Aebischer beim Schweizer Fernsehen sind nur einige der Moderatoren, die Berndeutsch sprechen. Bleiben wir noch kurz bei der Sprache. «Im Tram hört man in Bern etwa so oft Leute Französisch reden, wie man in Zürich Leute Hochdeutsch reden hört. Was ist reizvoller? Nichts gegen Schwaben, aber Französisch gibt mehr Ferien und Welschland-Feeling», schreibt eine Leserin. Wegen dieser Nähe zur welschen Schweiz sprechen denn auch viele Berner Französisch.

4.) Alle Wege führen nach Bern Bern liegt im Herzen der Schweiz, man erreicht die Städte Zürich, Basel oder Lausanne alle innerhalb einer Stunde, so ein Leser. Das bedeutet auch, dass man innerhalb kurzer Zeit in den höchsten Bergen, an den schönsten Seen oder im besten Museum ist.

5.) Attraktion für Touristen Seit 27 Jahren ist die wunderschöne Berner Altstadt Weltkulturerbe. Jedes Jahr strömen deshalb zehntausende Touristen hierher, schreibt ein Leser. Ein neuer Besuchermagnet sind auch die Jungbären Urs und Berna im neuen Bärenpark. Die putzigen Mutzen erfreuen jung und alt von fern und nah. Bei all seiner Schönheit bleibt Bern überblickbar, die schönen Ecken der Stadt liegen nahe beieinander, so ein Leser.

6.) Bern ist günstiger als Zürich Vom Wohnen über das Ausgehen bis zum Einkaufen kostet das Leben in der Hauptstadt weniger, schreibt eine Leserin: «In der Berner Beiz Parterre kostet die Stange nur 3.90 Fr. In Zürich musst du lange suchen, wenn du für ein Bier weniger als 5 Fr. zahlen willst.» Ein Beispiel: Laut der grössten Immobilenplattform homegate.ch kostet eine 4-Zimmer-Eigentumswohnung in der Berner Innenstadt ca. eine halbe Million Franken, in der Stadt Zürich zahlt man für den gleichen Ausbaustandard das Doppelte, also über eine Million Franken. Bei Mietwohnungen sieht es ähnlich aus.

7.) Der gemütliche Berner Geht man durch die Stadt, sieht man Menschen, die durch die Strassen schlendern. Die Berner gelten als freundlich und weniger hektisch als die Zürcher. Auf Facebook postet ein Leser: «Zürcher sind gestresst und unfreundlich. Ein Beispiel: Wenn man sie nach einer Adresse fragt, bleiben die Zürcher gar nicht erst stehen, sondern gehen einfach weiter. Die Berner jedoch sind freundlich, hilfsbereit, sehr spontan und tolerant.»

8.) Mit Recht die Hauptstadt Gehen wir etwas zurück in der Geschichte: 1848 ist Bern im ersten Wahlgang zur Bundesstadt der Schweiz gewählt worden. Dabei stand auch Zürich zur Wahl. Wir sind also weder die heimliche, noch die abgewählte – Bern ist und bleibt die Hauptstadt der Schweiz. Und das zu Recht. Schliesslich befinden sich die meisten Bundesämter und Botschaften hier, gibt ein Leser zu bedenken. Ihre Angestellten leben hier und machen die Stadt international.

9.) Berner sind Sportskanonen Auch sportlich gesehen ist Bern gut aufgestellt. Der Schlittschuh Club Bern (SCB) ist hochverdienter Schweizer Meister. Der SCB hat zudem europaweit am meisten Fans, jedes Heimspiel ist regelmässig ausverkauft.

10.) Musik im Blut Last but not least. Sosehr sich die Zürcher auch anstrengen, einige der besten und erfolgreichsten Musiker der Schweiz kommen aus Bern: Polo Hofer, Krokus, Francine Jordi, Greis, Züri West, Patent Ochsner und Gölä. Das sind nur einige der Künstler, deren Namen schweizweit bekannt sind. Ob die Zürcher mit einheimischen Musikern mithalten können, ist mehr als fraglich.

*Die Namen der Leserinnen und Leser sind der Redaktion bekannt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ und wurde in der 2. Augusthälfe aufgrund von Leserfeedbacks zusammengestellt. Sie greift mit einem Augenzwinkern die alte Rivalität zwischen Bern und Zürich auf.

tan, vh

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