Nun entscheidet der Souverän über das Projekt

Saanen

Das Ferien- und Erholungsheim, die Hotel Solsana AG des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, plant einen Teilneu- und -umbau des Westtraktes. Zurmög­lichen Realisierung der baulichen Vorhaben muss dieÜberbauungsordnung Nr. 17 Solsana angepasst werden.

Das Um- und Neubauvorhaben zum erhaltenswerten Hotel Solsana benötigt eine Neufassung der Überbauungsordnung.

Das Um- und Neubauvorhaben zum erhaltenswerten Hotel Solsana benötigt eine Neufassung der Überbauungsordnung.

(Bild: Fritz Leuzinger)

Das Hotel Solsana im Unterbort von Saanen bietet seinen Gästen einen prächtigen Ausblick in die Bergwelt und in weite Teile des Saanenlandes und ins Pay d’Enhaut. Das Solsana verfügt heute über 47 renovierte Gästezimmer mit 95 Betten und ist als Solsana AG im Besitz des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

Um als Hotelbetrieb auch als Ferien- und Erholungsheim den besonderen Ansprüchen von sehbehinderten und anderswie handicapierten Mitmenschen gerecht zu werden, wurde die Anlage schon verschiedentlich angepasst und umgebaut.

Bewirtschaftete Wohnungen

Geplant ist ein Teilneu- und -umbau des Westtraktes. Es sollen elf touristisch bewirtschaftete Wohneinheiten gebaut werden. Mit einer zeitgemässen Baugestaltung setzten die Planer bewusst einen Kontrast zum erhaltenswerten Hoteltrakt. Es sind neue Verbindungen vom Haupt- zum Westtrakt vorgesehen. Dazu kommen Massnahmen und Anpassungen im Restaurant- und Terrassenbereich.

Auch dem Verkehrsaufkommen wurde bereits im Vorfeld planerisch Beachtung geschenkt. Mit der hangseitigen Erweiterung der Einstellhalle und 41 zusätzlichen Parkplätzen können die nach Bauverordnung erforderlichen Abstellplätze nachgewiesen werden. Die Hotelzufahrt ist sehr schmal. Die problematische Einmündung der Solsana-Strasse in die Unterbort-Strasse verlangt strassenbauliche Massnahmen. Die Gemeinde Saanen hat diesbezüglich in einem ­eigenen Verfahren bereits lösungsorientierte Gespräche geführt.

Ein langer Weg der UeO

Der bestehende Überbauungsplan stammt aus dem Jahr 1992 und ist teilweise von Hand gezeichnet und stellenweise nur noch schwer lesbar. Der nun veröffentlichten Änderung und Neufassung der Überbauungsordnung (UeO) gingen im ordent­lichen Verfahren einige Monate voraus. Mitwirkung und die Vorprüfungen bei verschiedenen kantonalen Ämtern samt den entsprechenden Bereinigungen sind zeitaufwendig.

Walter Matti von der Raumplanung in Saanen: «Die Überbauungsordnung zur Realisierung des geplanten Umbau- und Erweiterungsvorhabens dürfte im September oder im Dezember 2016 der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorliegen. Die Genehmigung des Vorhabens erteilt anschliessend das Amt für Gemeinden und Raumordnung.

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