Ein Visionär ist gestorben

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Der Freiburger Unternehmer und Mäzen Adolphe Merkle ist am Mittwoch im Alter von 87 Jahren gestorben.

Adolphe Merkle war ein Mann mit Weitblick.

Adolphe Merkle war ein Mann mit Weitblick.

(Bild: Keystone)

Hans Ulrich Schaad

Im Herbst 2007 sorgte der Freiburger Unternehmer Adolphe Merkle für Aufsehen. Er schenkte der Universität Freiburg 100 Millionen Franken. Mit dem Geld konnte die Universität ein Forschungsinstitut für Nanotechnologie aufbauen. Später schenkte er weitere 10 Millionen Franken, um die ehemalige Klinik Garcia für das Institut umzubauen. Dieses heisst Adolphe-Merkle-Institut. Mit diesem Geschenk wollte er dem Kanton, in dem er wohnte und Unternehmer war, etwas zurückgeben. Am Mittwoch ist Adolphe Merkle nach langer Krankheit 87-jährig gestorben.

Merkle wurde 1924 in Düdingen geboren. 1950 erwarb Merkle an der Uni Freiburg den Doktor in Wirtschaftswissenschaften. Wenig später übernahm er die Firma Vibro-Meter, die Mess- und Steuerungsinstrumente herstellte. 1991 verkaufte er das Unternehmen in Villars-sur-Glâne.

Ein herausragender Patron

Durch seinen Weitblick und sein Engagement habe Merkle neue Impulse gesetzt, die weit über die Grenzen Freiburgs hinaus wahrgenommen wurden, teilt das Institut Adolphe Merkle mit.

Merkles Zielstrebigkeit und sein Lebenswerk bildeten die Grundlage der Wirtschaftsentwicklung des Kantons und der Schweiz, schreibt der Staatsrat. Merkle sei ein herausragender Patron gewesen, der sich stets für seine Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze eingesetzt habe. 2003 erhielt Merkle die Ehrendoktorwürde der Uni Freiburg, 2007 zusammen mit seiner Frau Simone das Ehrenbürgerrecht des Kantons.

Berner Zeitung

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