Rückenwind für die Theater-Sanierung

Stadt Bern

Die Stadtberner sagen mit fast 76 Prozent Ja zur städtischen Tranche am Sanierungskredit für das Stadttheater. Das Resultat stimmt zuversichtlich vor der Abstimmung im Grossen Rat, finden die Verantwortlichen.

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Wolf Röcken

Das Fernziel liegt im Herbst 2015: Dann soll das frisch sanierte Haupthaus von Konzert Theater Bern am Kornhausplatz mit einem Fest wiedereröffnet werden. Den Weg dorthin bezeichnete Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel gestern als «unendlich langen Hürdenlauf». Und er ergänzte, dass nun eine der grössten Hürden genommen worden sei. Die Stadtberner sagten gestern mit einem Anteil von fast 76 Prozent nämlich klar Ja zum städtischen Anteil von 19,05 Millionen an die Gesamtsanierung, für die 45 Millionen Franken geplant sind.

Das Ja erreichte fast den Wert der Abstimmung vom Mai 2011, als die Stadtberner die Leistungsverträge mit Konzert Theater Bern gutgeheissen hatten (78 Prozent). Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) sprach deshalb auch von einem Ja und Bekenntnis zur Kulturinstitution Stadttheater – genauso wie Theater-Direktor Stephan Märki. Alle Stadtteile stimmten zu, im oft abweichenden Westen lag der Ja-Anteil bei mehr als 60 Prozent.

«Noch nicht im Ziel»

Stadtpräsident Tschäppät wertete das Resultat mit Blick auf den nächsten anstehenden Entscheid im Grossen Rat (siehe auch Kasten) als «deutliches Zeichen Richtung Kanton». Er machte aber auch deutlich, dass die Sanierung nun «auf den Weg geschickt, aber noch nicht im Ziel» sei. Sowohl Tschäppät als auch Theater-Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel blicken der Abstimmung im Grossen Rat nun aber zuversichtlich entgegen. «Ein solch klares Votum gibt Rückenwind», fand Weibel.

Einzelne Abstriche nötig

Einmal mehr versicherte Tschäppät, dass das Kostendach für die Sanierung auf jeden Fall eingehalten werde. Klar ist aber auch, dass die gewünschte Summe von 45 Millionen Franken nicht zusammenkommen wird und rund 1,5 Millionen fehlen werden. Von den fast 80 Regionsgemeinden, die über freiwillige Beiträge abstimmten, kürzten einige den vorgesehenen Betrag. Ausstehend ist noch der genaue Beitrag von Worb.

Ein Ja des Grossen Rats vorausgesetzt, werden also maximal 43,5 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Deshalb müssten einzelne Abstriche gemacht werden, so Tschäppät. Spielraum gebe es etwa bei den Fenstern, die wohl saniert und nicht ersetzt würden. Und auch im Bereich der Akustik lasse sich je nach Ausbaustandard «einiges» Geld einsparen.

Das Geld, das die Burger voraussichtlich sprechen, soll in ein abgeschlossenes Projekt und nicht in den Gesamtkredit einfliessen. Es könne hingegen gut sein, dass man noch versuche, private Sponsoren zu finden, etwa für die Unterstützung einzelner Veranstaltungen, so Tschäppät.

Resultat: Kredit Sanierung Stadttheater: 75,8 Prozent Ja. Stimmbeteiligung: 50,6 Prozent.

Berner Zeitung

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