Am autofreien Sonntag gibts auch ein Fest

Bern

Am 8.September ist das Breitenrainquartier autofrei. Wie letztes Jahr wird die Stadt keine Aktivitäten lancieren, aber offensiver informieren. Da gleichzeitig das Herzogstrassenfest stattfindet, hoffen die Verantwortlichen auf viel Publikum.

Am autofreien Sonntag kann die Bevölkerung die Strassen und Plätze im autofreien Perimeter nach Belieben für Spiel und Spass nutzen.

Am autofreien Sonntag kann die Bevölkerung die Strassen und Plätze im autofreien Perimeter nach Belieben für Spiel und Spass nutzen.

(Bild: Keystone)

Sandra Rutschi

Die beiden autofreien Sonntage im letzten Jahr sorgten für mehr Frust als Lust: Der Publikumsandrang im Breitenrain und in der Länggasse hielt sich in Grenzen. Seitens der Anwohner gab es Kritik: Sie seien zu wenig über den autofreien Sonntag informiert worden, viele Autofahrer hätten sich geärgert.

75'000 Franken hat die Stadt pro autofreien Tag investiert, und dabei ging es lediglich um Absperrungen, Informationsunterlagen und Sonderbewilligungen. An der Budgetdebatte im Herbst hat das Parlament dann die Konsequenzen gezogen: 2013 soll nur noch ein autofreier Sonntag stattfinden. 50'000 Franken sind dafür vorgesehen. Nun ist klar, wann und wo der Anlass stattfindet: am 8. September im Breitenrainquartier.

Fest soll Publikum anziehen

Wiederum wird die Stadt ausschliesslich die Anwohner informieren und die Sicherheit gewährleisten. «Aktivitäten hat der Stadtrat keine gewünscht», betont Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz. Die Stadt fragte in den Quartieren, wer Interesse daran hat, an einem autofreien Sonntag mitzuwirken – und stiess im Nordquartier auf positives Echo. Als Publikumsmagnet soll dabei das Herzogstrassenfest wirken, das seit 1981 jeweils an einem Samstag im Jahr stattfindet.

Heuer führen die Organisatoren den Anlass erstmals über das ganze Wochenende durch, am 7. und 8.September. Dies nachdem lange nicht klar war, ob das Fest überhaupt noch einmal durchgeführt wird. Letztes Jahr blieben die Gäste wegen Dauerregens aus, was ein grosses Defizit nach sich zog. Nach einer Verjüngung des OK und zahlreichen Neuerungen soll es nun aber trotzdem weitergehen.

«Die Stadt und wir haben das gleiche Anliegen: Die Leute sollen das Quartier ohne Verkehr erleben können», sagt David Streit vom OK Herzogstrassenfest. Genauso wie Adrian Stiefel von der Stadt erhofft sich das OK, Synergien zu nutzen und gemeinsam stärker wahrgenommen zu werden. Das Fest an der Herzogstrasse soll dabei laut Stiefel «wie ein Stern» in die anderen Strassen ausstrahlen.

Mit Plakaten informieren

Den Vorwurf, die Bevölkerung sei letztes Jahr zu wenig über den autofreien Sonntag informiert worden, nehme man sehr ernst, sagt Adrian Stiefel. Wiederum will die Stadt jeden Haushalt im Nordquartier mit einer Broschüre im Briefkasten über den Anlass informieren. Zudem sollen die Absperrgitter bereits eine Woche vor dem Fest am Strassenrand stehen – mit Plakaten, auf denen auf den autofreien Sonntag hingewiesen wird.

Berner Zeitung

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