Kredit von 1,5 Millionen bewilligt

Wiedlisbach

Das Projekt «Dorf für Menschen mit Demenz» in Dettenbühl kommt voran.

Der Baustart zur ersten Etappe des Demenzdorfes in Wieslisbach soll im Herbst/Winter 2019 erfolgen.

Der Baustart zur ersten Etappe des Demenzdorfes in Wieslisbach soll im Herbst/Winter 2019 erfolgen.

(Bild: Daniel Fuchs)

Die Delegierten der Immobiliengenossenschaft Oberaargau (IGO) haben den beantragten Planungskredit von 1,5 Millionen Franken für das Dorf für Menschen mit Demenz in Wiedlisbach bewilligt. Nach der Sprengung der alten Mühle im Oktober als erstem äusserlichem Schritt zur Realisierung des Projekts könne damit nun die Planung auf Basis des bereits erstellten Vorprojektes an die Hand genommen werden.

Das schreibt die IGO in einer Mitteilung. Geplant sei, das Bauprojekt mit Kosten und Finanzierung der ordentlichen Delegiertenversammlung von Ende Mai zur Genehmigung vorzulegen. Der Baustart zur ersten Etappe soll im Herbst/Winter 2019 erfolgen. Einerseits könne mit einer Etappierung das Bereitstellen von teuren Provisorien umgangen werden. Andererseits dürfte ein direkter Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden erfolgen, wie die IGO weiter schreibt.

Die Gesamtkosten des Projekts bezifferte der Geschäftsführer der Immobiliengenossenschaft, Martin Sommer, im Sommer gegenüber dieser Zeitung auf etwa 25 Millionen Franken.

Normaler Alltag

Das Demenzdorf in Dettenbühl wird nach dem holländischen Vorbild De Hogeweyk geplant. Die Rahmenbedingungen seien zwar nicht eins zu eins mit dem Referenzprojekt zu vergleichen, der Grundgedanke jedoch bleibe gleich: Auf dem Areal des heutigen Alters- und Pflegeheims Dahlia sollen keine städtischen Quartiere oder Wohnformen nachgebaut werden. Vielmehr werde das Areal eine Einheit bilden und einen ländlichen Charakter vermitteln. Im Dorf sollen Menschen mit Demenz einen möglichst normalen Alltag führen können.

Die Anlage wird mit 16 Wohngruppen à 7 Bewohnerinnen und Bewohner, also mit insgesamt 112 Plätzen, geplant. Verschiedene Bauten bleiben dabei bestehen: so etwa das Hochhaus und das heutige Heimzentrum mit einem Grossteil der Infrastruktur und Haustechnik.

pd/bey

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