Klarere Ziele für Sprachkurse für Migranten

Migranten müssen in der Schweiz einen Sprachkurs besuchen, sofern sie nicht genug Deutsch können. Der Kanton will nun die Ziele dieser Kurse genauer festlegen.

Migrantinnen und Migranten müssen in der Schweiz einen Sprachkurs besuchen, sofern sie nicht genügen Deutsch können. Bisher musste man dort einfach anwesend sein, nun sollen die Ziele klarer definiert werden.

Migrantinnen und Migranten müssen in der Schweiz einen Sprachkurs besuchen, sofern sie nicht genügen Deutsch können. Bisher musste man dort einfach anwesend sein, nun sollen die Ziele klarer definiert werden.

Der Kanton Bern verschärft die Regeln für den Spracherwerb von Migrantinnen und Migranten. Das blosse Besuchen eines Sprachkurses reicht nicht mehr aus. Neu soll der Spracherwerb mit messbaren Zielen definiert und geprüft werden. Wer nicht reüssiert, muss mit Sanktionen rechnen.

Bisher habe der Besuch von 80 Prozent der Unterrichtszeit genügt, sagte Vorstösser Mathias Müller (SVP) am Mittwoch im bernischen Grossen Rat. Die staatlichen Rahmenbedingungen sollten aber so festgelegt werden, dass für die Betroffenen eine echte Motivation bestehe, eine Landessprache in genügendem Mass zu erlernen.

Dazu benötige es klar definierte Ziele, die überprüft werden können, forderte Müller. Zur Erhöhung der Motivation soll der Kanton Sanktionen vorsehen. Ausnahmen sollen möglich sein, diese sollten laut Müller aber die Ausnahme sein.

Der Regierungsrat hätte es lieber gesehen, wenn Müllers Forderungen in der unverbindlichen Form eines Postulats überwiesen worden wären. Die Regierung war der Ansicht, dass die bisherigen Bestimmungen angemessen und zweckmässig sind. Der Grosse Rat überwies den Vorstoss schliesslich aber klar mit 83 zu 48 Stimmen bei 4 Enthaltungen.

tpu/sda

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