Auf halbem Weg

Mit einem 3:1-Heimsieg gegen Meyrin erreicht der FC Münsingen die Finalrunde der Aufstiegspoule zur Promotion League. Dort spielen die Münsinger gegen Solothurn.

Grosser Jubel: Sandro Christen (rechts) freut sich mit seinem Teamkollegen Patric Gasser über den Treffer zum 3:1.

Grosser Jubel: Sandro Christen (rechts) freut sich mit seinem Teamkollegen Patric Gasser über den Treffer zum 3:1.

(Bild: Andreas Blatter)

Bei der vierten Teilnahme an den Aufstiegsspielen seit der Einführung der Promotion League 2012 erreicht der FC Münsingen erstmals die Finalrunde. «Das war schwer genug», sagt Trainer Kurt Feuz nach dem 3:1-Sieg gegen Meyrin. Mit diesem wendeten die Aaretaler nach dem 1:2 im Hinspiel das Gesamtskore zu ihren Gunsten.

Einfach machten die Genfer den Münsingern die Aufgabe wirklich nicht. Die beiden Teams begegneten sich in der umkämpften Partie auf Augenhöhe, doch Meyrin kam zu den aussichtsreicheren Möglichkeiten vor dem gegnerischen Tor. Drilon Paçarizi, der im Hinspiel bereits das 2:0 erzielt hatte, traf in der 21. Minute dann auch zur Führung für den Gast aus der Westschweiz.

In der Folge verstärkte Münsingen die offensiven Bemühungen. In der 38. Minute etwa brachte Daniel Mumenthaler, vor dem Match für seine 300 Einsätze für den FC Münsingen geehrt, den Ball auch im Nachschuss nicht im Tor unter. Kurz darauf aber fasste sich Sandro Christen ein Herz, zog ab und traf in die entfernte Torecke zum verdienten Ausgleich.

Mit einer einhändigen Faustabwehr bewahrte Torhüter Patrick Karrer in der 43. Minute sein Team vor einem erneuten Rückstand.

Tor in kurzer Unterzahlphase

Turbulent wurde es nach der Pause: Antonius Dreier sah zum zweiten Mal die Gelbe Karte, nachdem er Meyrins Nathanaël Martins Cepa von den Beinen ­geholt hatte. Ein taktisches Foul, und der junge Innenverteidiger wusste, was es geschlagen hatte, und ging, ohne zu reklamieren, vom Feld. «Ich hatte keine andere Wahl. Wenn ich das Laufduell verliere, ist er allein vor dem Tor», sagt Dreier, deshalb nahm er das Risiko für das Team in Kauf.

Trotzdem war Dreier erleichtert, als Captain Patric Gasser den von Lavorato vor das Tor gelegten Ball zur 2:1-Führung einschob. Und kurz darauf war die personelle Gleichzahl wieder hergestellt. Der von Dreier gefoulte Martins Cepa, der während der Partie immer wieder mit Provokationen aufgefallen war, sah für eine Schwalbe ebenfalls Gelb-Rot, nachdem er in der ersten Halbzeit für einen Tritt gegen Rohner nur verwarnt worden war.

Für den Schlusspunkt sorgte wiederum Sandro Christen. Der Flügelspieler traf erneut mit einem strammen Schuss zum 3:1 in die entfernte Ecke. «Kurt hat mir schon oft gesagt, dass ich einen guten Schuss habe und mehr schiessen solle», sagt der 29-Jährige, «heute habe ich diese Verantwortung übernommen.»

Nach dem Spiel singen die Münsinger in der Garderobe beim Refrain des Liedes «Mir si d’Fäns vom FC Solothurn» mit. Es wird gefeiert, ein kleines bisschen jedenfalls. Denn am Mittwoch geht es bereits weiter, der besungene FC Solothurn wartet, die letzte Hürde, die zwischen dem FC Münsingen und dem Aufstieg in die Promotion League, steht. In dieser Saison spielten die beiden Teams bisher zweimal unentschieden gegeneinander. «Das wird ein Fight, da freuen wir uns drauf», sagt Trainer Feuz.

Berner Zeitung

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