Der Schülerbus wird auch am Mittag fahren

Bümpliz

Um die Rückkehr der Schulkinder am Mittag ist in der Schule Kleefeld eine Kontroverse entstanden.

Die Schulanlage Kleefeld ist baufällig und soll durch zwei Neubauten ersetzt werden.<p class='credit'>(Bild: Franziska Rothenbühler)</p>

Die Schulanlage Kleefeld ist baufällig und soll durch zwei Neubauten ersetzt werden.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Die Schule ist ein hochemotionales Thema. Besonders wenn es um die eigenen Kinder geht. In der Schule Kleefeld in Bümpliz war in den vergangenen Wochen der Unmut bei vielen Eltern gross.

Der Auslöser der Aufregung ist ein grosses Bauprojekt und dessen Folgen. Die Stadt Bern will drei Gebäude der Schulanlage durch Neubauten ersetzen. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2019 beginnen und drei Jahre dauern.

Pendelbus in den Gäbelbach

Der Plan der Stadt Bern sieht vor, dass der Kindergarten in Modulbauten zieht. Die Erst- und Zweitklässler werden ins Schulhaus Statthalter gehen. Die Dritt- bis Sechstklässler ins Schulhaus Gäbelbach. Letzteres liegt 2,5 Kilometer vom Kleefeld entfernt. Betroffen sind neun Klassen.

Ursprünglich sah der Plan der Stadt vor, die Schüler am Morgen und am Abend mit einem Pendelbus zur Schule und wieder nach Hause zu bringen. Über die Mittagszeit wären die Schüler im Gäbelbach verpflegt und betreut worden. Doch dagegen regte sich Widerstand bei der Elternschaft und der Schulkommission. Bei dieser Zeitung ging ein anonymes Schreiben dazu ein.

In der Zwischenzeit hat das Schulamt der Stadt Bern eingelenkt: «Wir haben entschieden, dass auch am Mittag ein Pendelbus fahren wird. So können die Schüler, die dies wünschen, zu Hause zu Mittag essen», sagte Irene Hänsenberger, die Leiterin des Schulamtes der Stadt Bern.

Den anderen Wunsch der Elternschaft kann die Stadt dagegen nicht erfüllen. Für die Dritt- bis Sechstklässler wird es keine Modulbauten im Kleefeld geben. «Die Stadt verfügt nur über eine bestimmte Anzahl Modulbauten, die aber an anderen Orten stehen und deshalb nicht verfügbar sind», betont Hänsenberger.

Zudem fehle beim Kleefeld-Schulhaus die notwendige freie Fläche. «Da wir im Gäbelbach-Schulhaus über vollwertigen Schulraum verfügen, ist diese Lösung naheliegend», fügt sie an. Die Eltern sind diese Woche entsprechend informiert worden.

Ein Projekt von 60 Millionen

Die Schule Kleefeld wurde von 1971 bis 1973 erbaut. Der Gemeinderat hat im Oktober dem Stadtrat einen Baukredit von 59,22 Millionen Franken beantragt. Stimmt das Stadtparlament zu, wird das Volk im Mai 2019 darüber abstimmen.

sny

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