«Spannungen kann es geben»

Thun

Nun reagiert auch das Staatssekretariat für Migration auf die Vorfälle im Bundesasylzentrum auf dem Waffenplatz Thun: Spannungen unter rund 300 Menschen verschiedenster Kulturen könnten nicht ausgeschlossen werden.

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Wie diese Zeitung bereits am Dienstag berichtete, ereignete sich am Montag im Bundesasylzentrum auf dem Waffenplatz beim Frühstück eine Schlägerei unter Flüchtlingen. Rund 20 Polizisten waren nötig, um den Streit zu schlichten.

Auch das für das Zentrum zuständige Staatssekretariat für Migration (SEM) hat nun am Dienstag den Vorfall kommentiert. Bei der Frühstücksausgabe sei es in der Warteschlange zu einem Handgemenge gekommen, bei dem eine Person leicht verletzt wurde.

«Im Zentrum in Thun wohnen an die 300 Menschen verschiedenster Kulturen auf engem Raum zusammen. Da kann es zu Verständigungsschwierigkeiten und Spannungen kommen», erläutert SEM-Sprecherin Lea Wertheimer. Die Mitarbeiter der Betreuer- und Sicherheitsfirma würden in solchen Situationen deeskalierend wirken. Gelinge das nicht, werde die Polizei aufgeboten.Zum teilweise fehlenden Warmwasser in den Unterkünften sagt Wertheimer: «Leider ist es so, dass die Dauer der Duschgänge nicht kontrolliert werden kann und Asylsuchende teilweise zu lange unter der Dusche stehen.» Somit komme es vor, dass nicht mehr genügend Warmwasser für die anderen Mitbewohner zur Verfügung stehe. Denn theoretisch würde die Kapazität der Boiler für 300 Personen ausreichen. «Wir sind daran, nach Lösungen zu suchen», so Wertheimer.

Sie bestätigt auch, dass ein Asylsuchender aus dem Bett gefallen sei. Er habe sich dabei leicht verletzt. Die Betten, die auch in Zivilschutzanlagen oder beim Militär zum Einsatz kommen, seien zwar dreistöckig. «Es ist aber nicht vorgesehen, dass der dritte Stock belegt ist», sagte Wertheimer. Man könne die Asylsuchenden aber nicht daran hindern, diesen trotzdem zu belegen.

Thuner Tagblatt

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