Aktivisten lancieren Polizei-Pranger

Mittels Video-Plattform im Internet rufen Aktivisten dazu auf, vermehrt Polizeieinsätze zu filmen.

Die Betreiber der Plattform rufen dazu auf, Polizisten bei ihrer Arbeit zu filmen (Im Bild ein Einsatz bei Ausschreitungen auf der Schützenmatte).

Die Betreiber der Plattform rufen dazu auf, Polizisten bei ihrer Arbeit zu filmen (Im Bild ein Einsatz bei Ausschreitungen auf der Schützenmatte).

(Bild: Raphael Moser/Archiv)

Anonyme Aktivisten haben zu Beginn des Jahres eine Online-Plattform eingerichtet, auf der die Bevölkerung dazu aufgerufen wird, wann immer möglich Polizeieinsätze zu filmen. Die Videos können auf der Webseite mit dem Namen «Police the Police» hochgeladen werden. Dadurch erhoffen sich die Betreiber eine bessere Kontrolle der Polizei, die in ihren Augen ungenügend ist. Für Ende Januar wird gar zu einer «Aktionswoche» aufgerufen, in der möglichst viele Videos publiziert werden sollen.

Der Zeitpunkt der Aufschaltung dürfte kein Zufall sein. So findet doch am 10. Februar die Abstimmung über das neue kantonale Polizeigesetz statt, gegen das linke Parteien und Gruppierungen auf die Barrikade gehen. Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) sieht darin denn auch eine «Stimmungsmache vor der Abstimmung», wie er in einem «Bund»-Artikel vom Freitag festhält. Dass Linksaktivisten nach Auseinandersetzungen mit der Polizei unverpixelte Bilder von Polizisten im Internet veröffentlichen ist nicht neu – und rechtlich zumindest umstritten. Nause wittert gemäss «Bund» zudem Willkür und ein grosses Potential, um Fälschungen zu verbreiten. (mib)

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