Wicky: «Wir gehen nach Bern, um zu gewinnen»

Am Ostermontag kommt es in der Super League zum Showdown zwischen YB und Basel. Die Gäste sind frühzeitig in der Bundesstadt eingetroffen.

Die Ruhe vor dem Sturm: Der FC Basel bei einem gemütlichen Spaziergang am Montagmorgen im Bereich Kursaal/Viktoriaplatz.

Die Ruhe vor dem Sturm: Der FC Basel bei einem gemütlichen Spaziergang am Montagmorgen im Bereich Kursaal/Viktoriaplatz.

(Bild: Leserreporter)

Der Super League droht im Kampf um den Meistertitel vor dem letzten Saisonviertel einmal mehr Langweile. Aber nicht der seit 2010 ununterbrochene Meister Basel, sondern die Young Boys, der ewige Zweite, sind nach zuletzt acht Meisterschaftssiegen in Serie der Konkurrenz enteilt.

Mit einem weiteren Erfolg im Direktduell mit dem FCB würden die Berner den Vorsprung auf ihren ersten Verfolger vor den letzten neun Runden auf 16 Verlustpunkte ausbauen. Eine Marge, die unter normalen Umständen nicht mehr aufzuholen ist. Zu stark, zu souverän und zu selbstbewusst treten die Berner auf, 2018 haben sie alle ihre acht Pflichtspiele gewonnen.

Ihre Zurückhaltung haben die Verantwortlichen in der Hauptstadt im Gegensatz zu früheren Jahren längst abgelegt, der Meistertitel ist das öffentlich erklärte Ziel. Im Idealfall endet das mehr als drei Jahrzehnte andauernde Warten auf einen Titel mit dem Gewinn des Double. Wenn nicht jetzt – wann dann, YB?

Trainer Adi Hütter gab sich vor dem wegweisenden Duell gegen Basel zwar für einmal etwas bedeckt, Kampfansagen und grosse Sprüche waren aber noch nie die Art des smarten Vorarlbergers, der die Ausgangslage vor dem Spitzenkampf treffend formuliert: «Basel muss, YB darf gewinnen.»

Auf Seite des FCB versucht man, die Tabellensituation auszublenden. «Aber die Mannschaft weiss, um was es geht», sagte Trainer Raphael Wicky. «Wir gehen nach Bern, um zu gewinnen.» Mit Ausnahme des seit Wochen verletzten Eder Balanta strebt der FCB in Vollbesetzung den ersten Torerfolg und den ersten Sieg in dieser Saison im Stade de Suisse an. Sowohl zum Saisonauftakt im letzten Sommer als auch im Cup-Halbfinal im Februar verlor der FCB in Bern 0:2.

Nun soll der Ostermontag die Wende zum Guten bringen. «Wir sind bereit - und fähig, eine Serie zu starten», so Wicky. Die Aufgabe gehen die Basler dem Anschein nach aber erst einmal gemächlich an: Am Montagvormittag wurde das Team bei einem Spaziergang beim Kursaal gesichtet.

mb/si

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