SVP-Schlappe im Kanton Ausserrhoden

Die Schweizerische Volkspartei verliert bei den Wahlen für den Ausserrhoder Kantonsrat fünf ihrer bisherigen zwölf Sitze.

Der Saal des Kantonsrates: Zukünftig nur noch mit sieben SVP-Politikern besetzt. (Archiv).

Der Saal des Kantonsrates: Zukünftig nur noch mit sieben SVP-Politikern besetzt. (Archiv).

(Bild: Keystone Regina Kühne)

Während die SVP deutlich verliert, ist die Fraktion der Parteiunabhängigen (PU), die vier Mandate gewinnt und neu auf 19 Sitze kommt, die Gewinnerin dieser Wahlen im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Die FDP bleibt stärkste Partei mit 24 Sitzen (+1).

Die SP hält unverändert neun Sitze im 65-köpfigen Kantonsrat. Die CVP verliert zwei Sitze und kommt noch auf drei. Die EVP gewinnt ein Mandat und hält neu zwei. Hinzu kommt ein Sitz für die Gruppierung «Blickpunkt Speicher».

Bei den 19 Sitzen der PU, die in Ausserrhoden traditionell eine starke Fraktion stellen, sind drei Sitze der Liste «Gewerbeverein/PU» in Herisau mitgezählt. Der Kantonshauptort wählt seine 19 Mitglieder des Kantonsrats als einziger Wahlkreis im Proporzsystem. Die übrigen 19 Gemeinden kennen Majorzwahlen.

SVP-Gemeindepräsident abgewählt

Im Kantonshauptort Herisau erlitt die SVP eine doppelte Schlappe: Die Partei büsste zwei ihrer bisher sechs Kantonsratssitze ein. Zudem wurde Gemeindepräsident Renzo Andreani (SVP) überraschend nicht wiedergewählt. Er unterlag dem Parteilosen Kurt Geser. In den 20 Ausserrhoder Gemeinden wurden gleichzeitig mit den Kantonsratswahlen auch die Gemeindebehörden erneuert.

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden wurde bereits am 10. Februar erneuert. Die Regierung blieb in Männerhand: Die drei Bisherigen wurden bestätigt. Hansueli Reutegger verteidigt den Sitz der SVP, Yves Noël Balmer jenen der SP.

fal/sda

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