Erkenntnisreiche Niederlage

Der SC Langenthal hat den Spitzenkampf bei den Rapperswil-Jona Lakers 0:1 verloren. Die Langenthaler zeigten am Samstagabend zwar kein schlechtes Spiel, sie vermochten aber offensiv zu wenig Akzente zu setzen.

Die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Auch Nico Dünner scheitert mit seinem Versuch an Lakers-Goalie Melvin Nyffeler.

Die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Auch Nico Dünner scheitert mit seinem Versuch an Lakers-Goalie Melvin Nyffeler.

(Bild: Leroy Ryser)

Wer nur ein Tor kassiert, der müsste zumindest einen Punkt gewinnen, könnte man meinen. Dem SC Langenthal hat aber die gute Defensivleistung nicht gereicht, um im Spitzenkampf bei den Rapperswil-Jona Lakers wichtige Punkte zu ergattern. Verständlicherweise war Marco Mathis, Torhüter und bester Spieler der Oberaargauer, nach der Partie frustriert: «Verlieren ist immer unangenehm. Aber so zu verlieren tut weh», sagte er nach der Partie gegenüber den Medien.

Zugleich attestierte der Langenthaler dem Gegner eine starke Darbietung. Gegen Rapperswil habe es eben nicht gereicht, nur ein Gegentor zu erhalten, sagte Mathis. Und wer kein Tor erzielt, der weiss, wo die Gründe für die Niederlage lagen. «Wir gingen nicht dorthin, wo es wehtut.» Dafür habe phasenweise auch die Härte gefehlt, fand Mathis weiter. Insgesamt zeigten die Rapperswiler aber eine sehr solide Leistung, die auf einer kompakten Defensive gründete.

Negative Bilanz

Arnaud Montandon nahm die 0:1-Niederlage etwas gelassener hin. Der SCL-Stürmer konnte ihr sogar Positives abgewinnen: «Wenn wir die richtigen Schlüsse ziehen, war diese Niederlage vielleicht gar nicht so schlecht.» Es sei zwar schade, dass die Bilanz der Direktbegegnung gegen die Rapperswiler nach dieser Niederlage im letzten Aufeinandertreffen nun negativ sei, meinte Montandon weiter. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass in den Playoffs sowieso wieder alles anders sein werde.

Kreativität fehlte

In ebendiesen Playoffs dürfte vor allem eines anders sein: Der Bestand an einsatzbereiten Center. Mit Jeffrey Füglister, Jeff Campbell und Vincenzo Küng fehlten am Samstagabend immer noch drei Spieler, die auf dieser wichtigen Position eingesetzt werden könnten. Gegen Rapperswil war dies den Oberaargauern erstmals anzumerken. Oftmals fehlte die Kreativität, vielfach wussten sie sich fast nicht aus der gegnerischen Umklammerung zu befreien.

Weil die Rapperswiler ein energisches Pressing aufzogen, verloren die Langenthaler trotz starker Bullystatistik zu viele Scheiben – so gelang es den St. Gallern meistens, die Langenthaler vom eigenen Tor fernzuhalten. «Die Defensivarbeit war anstrengend. Vielleicht hat uns zum Schluss genau diese Kraft gefehlt», sagte Torhüter Mathis.

Doch gerade in der Schlussphase kam der SC Langenthal zu vorzüglichen Chancen. Nico Dünner war mit einem Ablenker sehr knapp gescheitert. Und Arnaud Montandon preschte in der letzten Minute in den Slot vor, schoss drei Mal, scheiterte aber auch dreimal am stark aufspielenden Torhüter Melvin Nyffeler.

Lob an den Gegner

Rapperswil ist dank diesem Sieg nun der erste Verfolger der Langenthaler. Für Marco Mathis ist dies aber nicht die einzige Erkenntnis der samstäglichen Partie: «Ich bin der Meinung, dass sie die beste Mannschaft der Liga sind», sagte der Torhüter. Und: «Ihre Klasse ist offensichtlich, sie haben ehemalige NLA-Spieler im Kader. Je härter und schneller es in dieser Partie zu und her ging, desto besser wurden sie.»

Dementsprechend sind die Rapperswiler aktuell auch das einzige Team, gegen welches die Langenthaler eine negative Bilanz in der Direktbegegnung aufweisen.

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