«Der Frust ist sehr gross»

Die Abfahrt am Lauberhorn ist abgesagt. Was die FIS dazu sagt - und wie die Fans reagieren.

Frust und Verständnis: So reagieren die Fans in Wengen. Video: Fabian Sanginés.

Um 11 Uhr war es Gewissheit. Der Kernwettbewerb des Wengener Weltcup-Weekends kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Die rund 50 Zentimeter Neuschnee waren zu viel, um eine faire Lauberhorn-Abfahrt durchzuführen. Bereits früh am Morgen hatten sich die Organisatoren vom Traum eines Rennens auf der Originalstrecke verabschieden müssen.

«Der Wetterbericht sagt, dass es bis am Nachmittag nicht richtig zu schneien aufhört. Sonst hätten wir auch warten können. Es fanden hier ja schon mehrere Rennen am Nachmittag statt. Es hört nun aber einmal nicht auf, und oben hat es solche Schneeverwehungen, dass wir die Piste nicht mehr sauber bekommen. Es wäre einfach zu gefährlich gewesen, ein Rennen bei solchen Bedingungen zu starten», erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Die Natur habe dem Skizirkus gezeigt, wo es langgehe. Das müsse man akzeptieren, so Waldner. Einem spektakulären Slalomrennen am Sonntag stehe aber nichts im Weg.

Da bislang in diesem Winter erst zwei Abfahrten stattfinden konnte, hatte Waldner schon am Freitag erklärt, dass die FIS sich um Ersatzrennen bemühe. Mit Beaver Creek sind Gespräche anberaumt. In der US-Skistation könnte in der Woche vor dem Weltcupfinale im nahe gelegenen Aspen ein Wettbewerb stattfinden. «Wir müssen etwas für die Abfahrer machen», betonte Waldner.

Den Skifans bleibt somit nichts anderes übrig, als den Entscheid der Renndirektoren zu akzeptieren. Eine Thunerin bestätigte: «Der Frust ist natürlich sehr gross, diese Abfahrt gehört einfach dazu. Aber wir versuchen jetzt das Beste daraus zu machen.» Immerhin erhalten sie das Eintrittsgeld zurück. Es gab aber auch einige Besucher die Absage gelassen nahmen, beispielsweise ein Innenschweizer: «Wir waren uns sicher, dass das Rennen nicht stattfinden wird, aber wir sind wegen den Leuten da.» Begleitet von Guggenmusik war jedenfalls die Stimmung im Dorf bereits eine Stunde nach der enttäuschenden Botschaft vom Lauberhorn bestens.

fas

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