Alain Rochat trifft wieder einmal, Michael Frey noch nicht

Bei YB dominierte nach dem 5:2-Sieg die Freude, den ­Gegnern aus Luzern hingegen blieb der Frust.

Er sorgt für Gefahr: Bei Cornern ist Alain Rochat (vorne) stets im gegnerischen Strafraum anzutreffen.

Er sorgt für Gefahr: Bei Cornern ist Alain Rochat (vorne) stets im gegnerischen Strafraum anzutreffen.

(Bild: Andreas Blatter)

Stephan Dietrich

Der Trainer hat immer recht. Am Freitag liess sich Adi Hütter betreffend Wahl des zweiten Innenverteidigers noch nicht in die Karten schauen. Er lobte sowohl Alain Rochat wie auch Milan Vilotic.

Den Vorzug erhielt schliesslich Rochat, und der 33-Jährige rechtfertigte seine Nomination auf Anhieb. In der 26. Minute erzielte er per Kopf das YB-Führungstor. «Es war meine dritte Topchance, und ich bin froh, dass ich zumindest einmal getroffen habe», erklärte Rochat nach dem Spiel.

Für den Romand war es das erste Super-League-Tor seit eineinhalb Jahren. Im September 2014 hatte er zuletzt getroffen – beim 3:2 gegen Luzern. Bei YB war ­Rochat zuletzt nicht mehr erste Wahl, in diesem Jahr stand er erstmals in der Startformation und nur, weil Gregory Wüthrich verletzt ist. «Die Konkurrenz ist gross», weiss Rochat, «und das ist gut so. Denn Konkurrenz macht uns alle besser.»

«Das nervt mich gewaltig»

2:0 führte YB und steuerte einem lockeren Sieg entgegen, doch die Berner liessen nach. «5, 10 Minuten haben wir uns das Leben schwergemacht», formulierte es Rochat und fügte an: «Das nervt mich gewaltig.» In dieser Zeit war die ansonsten stabile Defensivabteilung zuweilen überfordert, YB kassierte zwei Gegentore. Trotz letztlich drittem Sieg in Serie fordert der Routinier: «Wir müssen in Zukunft konstanter werden.»

Nach dem 5:2-Sieghatte Alain Rochat Grund zum Lachen, weniger lustig fand Luzerns Michael Frey den Auftritt seiner Equipe. Der Stürmer spielte erstmals in seiner Karriere im Stade de Suisse gegen statt mit YB. «Auf dieses Spiel habe ich mich sehr gefreut, jetzt bleibt einzig der Frust», sagte der 21-Jährige, der den Assist zum 2:2 seiner Equipe verbuchen konnte.

Die Schwächen bei den Standardsituationen seien ausschlaggebend gewesen. Nach der sechsten Niederlage in Serie (inklusive Cuphalbfinal) ist in der Innerschweiz ­Unruhe aufgekommen. «Damit müssen wir fertig werden», sagte Frey. «Es ist unsere Aufgabe, mit Siegen für Ruhe zu sorgen.» Am liebsten natürlich mit Frey-Toren, getroffen hat er für die Luzerner bisher noch nicht. «Das will ich raschmöglichst nachholen, denn ich bin fit und fühle mich in Luzern sehr wohl.»

Das Lob des Trainers

Alain Rochat gab gestern mit seiner starken Leistung ein Bewerbungsschreiben ab. Der Vertrag des 33-Jährigen läuft Ende Saison aus, eine Verlängerung des Engagements ist ungewiss. Der Spieler möchte sich zur Situation momentan nicht äussern und lieber die Taten auf dem Spielfeld sprechen lassen.

Ein Lob für das Gezeigte gab es dafür von Adi Hütter. «Alain Rochat machte die fehlende Körpergrösse beim Kopfball mit perfektem Timing wett. Er zeigte eine ausgezeichnete Leistung und belohnte sich mit dem Tor gleich selber.» Der Trainer hat immer recht.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt