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«Tust du mir keinen Gefallen, verlierst du deinen Job»

Fischer, Abfallsammler, Näherinnen: Jeder zweite Arbeiter weltweit gehört dem informellen Sektor an – und ist dadurch anfällig für Ausbeutung und Willkür.

Häufig arbeiten informelle Mitarbeiter am selben Ort wie Festangestellte: Chinesische Näherinnen verarbeiten Textilien.

Häufig arbeiten informelle Mitarbeiter am selben Ort wie Festangestellte: Chinesische Näherinnen verarbeiten Textilien.

(Bild: Keystone Michael Reynolds)

Martha Chen, Sie machen sich für Arbeiterinnen und Arbeiter stark, die im informellen Sektor arbeiten. Wie viele Menschen sind weltweit betroffen?
Gut sechzig Prozent aller Arbeitnehmenden weltweit gehören dem informellen Sektor an. Sie tragen zwischen zwanzig und vierzig Prozent zum Bruttinlandprodukt des jeweiligen Landes bei. Und die Palette der informellen Berufe ist riesig: In städtischen Gebieten sind es Hausangestellte, Bauarbeiter, Strassenhändlerinnen, Abfallsammler oder Transportunternehmer. In ländlichen Gebieten Bauern, Fischer, Schäfer oder Holzverkäufer. Aber auch Fabrikarbeiter gehören dazu. Häufig verrichten in derselben Fabrik auf demselben Stockwerk informelle Mitarbeiter dieselben Aufgaben wie Festangestellte. Die informelle Arbeit ist einer der Motoren der Weltwirtschaft!

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