Verhaltener Applaus für Vorprojekt

Rüegsau

Ein dreieinhalbgeschossiger Neubau mit Turnhalle und zwölf Klassenzimmern: Das Vorprojekt für die Erneuerung und Erweiterung der Schule Rüegsauschachen ist einen Schritt weiter. An einer Informationsveranstaltung kamen die Pläne gut an.

Dass die Schulanlage Rüegsauschachen erweitert wird, steht fest.?Wie hoch die Baukosten sein werden, ist dagegen noch nicht bekannt.

Dass die Schulanlage Rüegsauschachen erweitert wird, steht fest.?Wie hoch die Baukosten sein werden, ist dagegen noch nicht bekannt.

(Bild: Thomas Peter)

«Ich bin begeistert, die Pläne sehen schön aus», sagte eine Votantin kurz nachdem am Mittwochabend der Gemeinderat von Rüegsau über den Zwischenstand der Planung für das Erneuern und Erweitern der Schulanlagen Rüegsauschachen informiert hatte. Vorgestellt wurde ein Vorprojekt, das den Abriss des Mitteltraktes vorsieht. An seiner Stelle soll ein dreigeschossiger Neubau mit Turnhalle entstehen.

Im Bereich der Turnhalle wird das Gebäude um ein halbes Geschoss höher werden. «Damit ist kein Untergeschoss nötig und eine feine Gliederung möglich», erläuterte Planer Hanspeter Bürgi. Zudem sind im Neubau zwölf Schulzimmer für die Sekundarschule vorgesehen.

Die Turnhalle mit einer multifunktionalen Nutzung bietet künftig Platz für 450 Personen und wird im ersten Obergeschoss realisiert, während Garderoben und Schulküche im Erdgeschoss Platz finden.

Saniert werden dagegen das Primarschulhaus sowie das im Bauinventar der Denkmalpflege als erhaltenswert eingestufte Sekundarschulhaus. Dort ist vorgesehen, Spezialräume, zum Beispiel für Musik, Zeichnen und die Bibliothek, unterzubringen.

Keine Angaben zu den Kosten

Angedacht ist ebenso der Bau eines Kindergartens, der im Erdgeschoss des Primarschulhauses integriert werden soll. Zudem sind gewisse Anpassungen im Aussenbereich vorgesehen. So etwa das Umstrukturieren der Parkplätze und das Umgestalten der Pausenhöfe. «Mit dem Projekt wird kein zusätzliches Land benötigt, die Landreserven bleiben für zukünftige Entwicklungen erhalten», betonte der Planer.

Noch offen ist die Gebäudetechnik. «Unser Ziel ist es, möglichst viel erneuerbare Energie zu nutzen», sagte Bürgi. Wie der zuständige Gemeinderat Andreas Hänggärtner ausführte, sei das vorgestellte Vorprojekt vorerst ein Zwischenschritt. «Das Projekt lebt und wird sich noch verändern. Es sind noch viele Fragen offen», sagte er.

Noch nicht geklärt sind die Kosten. Die Rede ist von 15 bis 17 Millionen Franken. «Wir sind bestrebt, die Kosten tief zu halten, derzeit können wir aber keine Angaben machen», hielt Hänggärtner fest. Gemeindepräsident Fritz Rüfenacht sprach denn auch von einem «Jahrhundertprojekt», wenn man die Kosten betrachte, und meinte: «Gemeinsam sind wir stark.»

Zumal auch die Nachbargemeinden bereit seien, am Schulstandort Rüegsauschachen festzuhalten. Die gemeinderätlichen Informationen lösten an der von etwa 60 Personen besuchten Veranstaltung keine hohen Wellen aus. Einzig ein paar Detailfragen, zum Beispiel zur Schulküche und zur Aussenraumgestaltung, kamen aufs Tapet.

Weitere Infos im November

Die offenen Fragen wollen der Gemeinderat und der Projektausschuss nun bis zum 2. November geklärt haben. Auch die Kostenfrage. Dann steht eine weitere Informationsveranstaltung auf dem Programm, bevor am 7. Dezember an der Gemeindeversammlung über den Planungskredit abgestimmt wird. Läuft alles rund, soll der eigentliche Baukredit im Herbst 2017 der Bevölkerung in einer Urnenabstimmung vorgelegt und 2018 mit dem Bau begonnen werden.

Die Sanierung der Schulanlage Rüegsauschachen ist nötig, weil die Gebäude in die Jahre gekommen sind und die Schulen mehr Platz benötigen. So werde auf der Primarstufe die Schülerzahl von heute 138 bis ins Jahr 2020 auf 197 Kinder steigen. Auch auf Stufe Sekundarschule werde die Anzahl von derzeit acht Klassen auf elf im Jahr 2023 zunehmen.

In Rüegsau ist die Sanierung der Schulanlage seit Jahren ein Thema. So wurde bereits im Juni 2013 ein Planungskredit von 650 000 Franken bewilligt und die Gesamtkosten mit 7 Millionen Franken angegeben. Wegen Beschwerden wurde die Planung aber mehrfach verzögert. «Es ist uns ein Anliegen, jetzt vorwärts zu machen», hielt Hänggärtner fest.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt