Neues Tagesschulangebot erfreut sich grosser Nachfrage

Heimenhausen

Seit dem Schuljahr 2015/2016 wird an der Röthenbachstrasse eine Tagesschule betrieben. Ein erstes Fazit von Leiterin Katharina Hasler fällt positiv aus. Der Schulverband sei für seinen Mut belohnt worden.

«Der Bedarf ist gross»: Leiterin Katharina Hasler in der Tagesschule in Heimenhausen.

«Der Bedarf ist gross»: Leiterin Katharina Hasler in der Tagesschule in Heimenhausen.

(Bild: Olaf Nörrenberg)

Sebastian Weber

So verdächtig ruhig ist es in der ehemaligen Abwartswohnung der Schulanlage Kreuzfeld in Heimenhausen mittlerweile nur noch selten: Zusammen mit Betreuerin und Köchin Ramona Müller sitzen die ­Kinder gerade beim Zvieri. Bald einmal zieht es die Schüler an diesem Nachmittag aber vom Tisch weg. Es wird gespielt, gemalt, gebastelt. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in den Räumen an der Röthenbachstrasse, die bis zur Eröffnung letzten August saniert worden sind, genügend. Die Zimmer sind hell, die Wände gestrichen, die Böden neu verlegt.

«Eine weitsichtige Entscheidung»

Als die Vertreter der vier Gemeinden Berken, Graben, Inkwil und Heimenhausen dem Budget für eine Tagesschule zustimmten, war dieser Entscheid mutig. Denn im Unterschied zu vielen anderen Gemeinden stützte sich der Schulverband Aare-Oenz bei diesem nicht auf die jährliche Umfrage, die feststellen soll, ob mindestens zehn Anmeldungen für ein Tagesschulmodell vorliegen – erst dann ist eine Gemeinde überhaupt verpflichtet, ein solches Angebot zu stellen. Stattdessen wählte der Schulverband ein proaktives Vorgehen und beauftragte frühzeitig eine Projektgruppe damit, die Grundlagen für die Einführung einer Tagesschule zu erarbeiten (wir berichteten).

In diesem Projektteam mit dabei war auch Katharina Hasler. Die Gemeinden seien für ihren Mut belohnt worden, findet die Schulleiterin, die auch die Leitung der Tagesschule übernommen hat. «Es war eine weise und weitsichtige Entscheidung.» Denn der Bedarf an einem solchen Angebot sei gross. Tatsächlich wird dieses im laufenden Schuljahr von 41 Kindern genutzt. Und Katharina Hasler rechnet damit, dass diese Zahl auf das kommende Schuljahr hin noch weiter zunehmen wird. «Wir gehen davon aus, dass die jüngeren Schüler bleiben, gleichzeitig weitere Unterstufenschüler hinzukommen.» Von der Oberstufe ist aktuell kein Schüler angemeldet.

26 Kinder an einem Mittag

Die Tagesschule ist jeweils an drei Tagen über den Mittag und an vier Tagen in der Woche auch am Nachmittag bis 18 Uhr geöffnet. Das ist mehr als ursprünglich geplant. Ganz bewusst habe man die einzelnen Module weit geöffnet und nicht auf ein Minimum von zehn Schülern beschränkt, erklärt Katharina Hasler. So sei es möglich, dass am Nachmittag während einer Stunde auch mal nur ein Kind anwesend sei, zum Vergleich dazu am Montagmittag aber 26 gleichzeitig.

«Auch wenn einzelne Stunden nicht optimal belegt sind, finanziell gleicht sich das wieder aus», erzählt die Leiterin. Das Budget für das Jahr 2015 müsse voraussichtlich nicht voll ausgeschöpft werden. Auch für das laufende Jahr ist sie zuversichtlich. Die Schulleiterin kann in Heimenhausen auf ein Team von vier Betreuerinnen zurückgreifen. Zwei von ihnen bestreiten den Grossteil der Woche. Hinzu kommen eine Helferin für den Montagmittag sowie eine «Springerin», die nur sporadisch vor Ort ist.

Für die Verbandsgemeinden habe die Eröffnung der Tagesschule nicht zuletzt auch einen Standortvorteil zur Folge, da ist sich Katharina Hasler sicher. Schon des Öfteren sei sie von Leuten, die auf Wohnungssuche waren, auf dieses Angebot angesprochen worden. Bei einer Familie, weiss sie, habe es am Ende sogar den Ausschlag dafür gegeben, dass diese zugezogen sei. «Das freut uns natürlich.»

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