Einsatz für Turnen und Golfen

Grindelwald

Der Golfplatz Grund gehört zum touristischen Angebot. In Arbeit ist die Überbauungsordnung dafür. Der Gemeinderat hat sie jetzt zur Vorprüfung an den Kanton geschickt.

Für den Golfplatz beim Aspi in Grindelwald gibt es in Zukunft auch eine baurechtliche Grundlage in Form einer Überbauungsordnung.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Für den Golfplatz beim Aspi in Grindelwald gibt es in Zukunft auch eine baurechtliche Grundlage in Form einer Überbauungsordnung.

(Bild: zvg)

«Der Golfplatz ist für uns wichtig. Wir erhalten viele positive Rückmeldungen, weil er für viele Leute offensteht», sagte Christian Anderegg, Gemeindepräsident von Grindelwald, an der ­Medienorientierung über die Gemeinderatsgeschäfte.

Zur Erinnerung: Der 9-Loch-Golfplatz im Grund wurde 1994 eröffnet, aber die Erteilung einer entsprechenden Baubewilligung ging irgendwie vergessen. Die Gemeinde holt dies mit einer Überbauungsordnung nach, und diese ist auf gutem Weg.

Im Mitwirkungsverfahren ist eine Eingabe eingegangen. Landbesitzer wiesen darauf hin, dass Golfbälle auf ihrem landwirtschaftlich genutzten Land liegen geblieben seien und das Vieh gefährden könnten, wenn sie ins Futter gelangten. Ein Abschlag wurde so geändert, dass die Bälle nicht in diese Richtung fliegen.

Der Gemeinderat hat jetzt die Überbauungsordnung zur Vorprüfung an den Kanton gesandt. Vorgesehen ist, sie Ende 2018 der Gemeindeversammlung vorzulegen, sodass im Grund dann auch auf einer baurechtlich sicheren Grundlage Golf gespielt werden kann.

Langer Weg zum Turnen

Seit Jahrzehnten plant Grindelwald an einer zweiten Turnhalle, die Projekte scheiterten jeweils in mehr oder weniger fortgeschrittenem Zustand. Der Gemeinderat will beim aktuellen Projekt einen sicheren Weg gehen. «Wir wollen die Kosten möglichst genau definieren können», sagte Anderegg.

Der Gemeinderat wird das vorliegende Vorprojekt für eine Anlage unter dem Parkplatz beim Kongresssaal noch von diversen Fachleuten prüfen lassen, sodass die Folgekosten bereits in diesem Stadium der Planung möglichst genau vorliegen.

Vorgesehen ist eine Orientierung über den Stand der Dinge an der Gemeindeversammlung vom 1. Juni. Anderegg hofft persönlich, dass er noch in seiner Amtszeit die Realisierung einer Doppelturnhalle in die Wege leiten kann. Entscheiden werden die Grindelwalder an der Urne.

Mittel zurückgelegt

Finanzverwalter Markus Wyss stellte die Rechnung 2017 vor. Der «Betrieb» Gemeinde Grindelwald hat einen Aufwand von 25,46 Millionen Franken verursacht und einen Ertrag von 24,99 Millionen Franken erwirtschaftet. Das Defizit von 340 959 Franken verursachten die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser, der allgemeine Haushalt schliesst ausgeglichen ab.

Die Steuereinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Millionen Franken. 310 000 Franken wurden der Vorfinanzierung für die neue Turnhalle zugewiesen. Der Betrag wäre noch höher ausgefallen, wären nicht ungeplante Kosten im Bereich Strasse und Verwaltung angefallen. Dort fehlte der Bauverwaltung das Fachpersonal, und Aufgaben mussten extern vergeben werden.

Das soll sich vom 1. Juli an ändern: Der Gemeinderat hat Daniel Studer aus Matten, aktuell im Kader der Kantonspolizei, als technischen Sachbearbeiter für Hochbau, Baupolizei und Verkehr angestellt.

Berner Oberländer

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