UPC erhöht Abo-Preis und Geschwindigkeit

UPC informiert Kunden in einem Schreiben über ein geplantes Update. Wer das teurere Abo nicht will, muss jedoch selbst aktiv werden.

Für Empörung sorgte ein Schreiben der UPC an seine Kunden. (Archiv)

Für Empörung sorgte ein Schreiben der UPC an seine Kunden. (Archiv)

(Bild: Keystone Manuel Lopez)

«Filme herunterladen, Fotos mit Freunden teilen, Musik streamen – wir sorgen für die nötige Power», heisst es in einem Schreiben, das der Internetanbieter UPC seinen Kunden zugestellt hat. Darin geht es um eine geplante Aktualisierung des Angebots. Betroffen davon sind Nutzer mit einem Abo Connect 40. «Das ist eine einstellige Prozentzahl all unserer Internetkunden», erklärt Bernard Strapp, Mediensprecher bei UPC.

Statt wie bisher mit 40 Mbit/s sollen die besagten Nutzer ab Oktober 2018 mit 100 Mbit/s surfen. Das automatische Update geht aber auch mit einer automatischen Kostenerhöhung einher. Fünf Franken mehr soll in Zukunft für 2,5-mal mehr Leistung bezahlt werden.

Gestiegenen Bedürfnissen gerecht werden

Das Abo Connect 40 wurde vor zwei Jahren eingeführt. «Damals war es ein durchaus sinnvolles Produkt», sagt Strapp. Mittlerweile ist der Internetkonsum und der Bedarf an mehr Leistung aber rasant gestiegen. Mit der höheren Leistung möchte UPC auf die gestiegenen Bedürfnisse seiner Kunden reagieren.

Die geplante Erhöhung auf 100 Mbit/s mag aber verwundern, schliesslich bietet der Internetanbieter als nächstgrössere Einheit das Abo Connect 50 mit 50 Mbit/s an. «Das Connect 100 ist ein Exklusivangebot für Connect-40-Kunden. Damit soll sichergestellt werden, dass auch künftig alle Bedürfnisse in Sachen Internetbrandbeite abgedeckt werden», erklärt Strapp.

Wer nicht mehr zahlen will, muss aktiv werden

Für Aufregung hat ein Tweet des Twitter-Accounts Telekom_ch gesorgt. Verschiedene Nutzer zeigten sich empört über die geplante und «ungefragte» Preiserhöhung. Auch darüber, dass man den Aufschlag nur mittels Anruf beim Kundencenter umgehen könnte.

Strapp beschwichtigt: «Die Nummer wurde eigens für dieses Anliegen eingerichtet. Falls jemand von diesem Angebot nicht profitieren möchte, ist das die schnellste und einfachste Art, Nein zu sagen.» Wer dies aber lieber schriftlich, via Twitter, Mail oder Web-Chat erledigen möchte, könne dies nach wie vor. «Alle UPC-Kanäle sind für Kundenanliegen brauchbar», erklärt Strapp.

Kritik und Kostenungleichheit

Die Stiftung für Konsumentenschutz aber kritisiert diese Vorgehensweise. André Bähler, Leiter Politik und Wirtschaft, findet «ein solches Verhalten äusserst kundenunfreundlich». Besser wäre es gewesen, wenn UPC seine Bestandskunden lediglich über die Möglichkeit eines Updates informiert hätte, statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Hinzu kommt, dass ab Oktober 2018 bestehende Kunden des Connect 50 (50 Mbit/s) mehr bezahlen könnten als solche mit einem Abo Connect 100 (100 Mbit/s). Denn das Connect 40 kostete je nach Option 49, 59 oder 69 Franken. Mit dem Update kosten 100 Mbit/s lediglich 54, 64 oder 74 Franken. Zum Vergleich: Das Abo Connect 50 kostet zurzeit 59, das Abo Connect 200 (200 Mbit/s) 79 Franken im Monat.

Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Bernerzeitung.ch/Newsnetz.

NN

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