«Ich habe Angst vor Marquez – er zerstört den Sport»

Töff-Rüpel Marc Marquez schiesst Altmeister Valentino Rossi ab. Dieser rechnet nach dem Rennen gnadenlos ab.

Das rüde Überholmanöver von Marc Marquez gegen Valentino Rossi. (Video: Tamedia/SRF/MotoGP via Twitter)

Er hat es schon wieder getan. Marc Marquez rammte beim GP von Argentinien Valentino Rossi und schubste ihn aus den Punkterängen. Es ist bei weitem nicht die erste Verfehlung des hochtalentierten Spaniers, der vor sechs Jahren auch schon Tom Lüthi um den Sieg gebracht hatte. Insbesondere mit Rossi, dem Topstar in der Szene, hatte sich Marquez schon einige Scharmützel geliefert.


Bilder: Der GP von Argentinien

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Das jüngste Rencontre war für Rossi eines zu viel. Nach dem Rennen liess der Altmeister seinem Frust freien Lauf: «Marquez hat keinen Respekt vor seinen Gegnern.» Es sei ein gefährliches Manöver gewesen, bei dem die Rennleitung hätte eingreifen sollen. Insbesondere, weil die Aktionen des 25-Jährigen System hätten: «Er berührt dich am Bein und wartet bis du fällst. Das ist seine Art zu fahren.»

Bereits während dem ganzen Rennwochenende habe sich Marquez aufgespielt, unter anderem Maverick Viñales im Training den Weg abgeschnitten. Im Rennen fiel Marquez dann nicht nur beim Zwischenfall mit Rossi negativ auf. Die Rennkomissäre bestraften ihn auch für unerlaubtes Rückwärtsfahren. «Danach fuhr er wie ein Verrückter», sagte Rossi.

Bei 300 km/h ist Respekt gefragt

Das grosse Problem für den 39-Jährigen im Zusammenhang mit Marquez: «Er ist gefährlich. Ich habe Angst davor, mit ihm auf der Piste zu sein, weil er macht, was er will.» Dabei nimmt Rossi die Rennverantwortlichen in die Pflicht: «Das sollte unterbunden werden, denn so wird der Sport gefährlich. Marquez zerstört den Sport.» Bei 300 km/h müsse man seine Rivalen halt respektieren.

So hält der Italiener die Entschuldigung des aktuellen Moto-GP-Titelverteidigers für eine Farce: «Er bittet vor der Kamera um Verzeihung, um im nächsten Rennen wieder gleich zu handeln. Das ist einfach nicht ehrlich.»

Und Marquez? Der gibt sich bestürzt: «Was Rossi sagt, bedrückt mich, weil es ein sportlich tolles Rennen war.» Er habe niemanden absichtlich abdrängen wollen: «Ich bin ein ehrlicher Fahrer.»

fas

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