Renato Steffen wechselt definitiv zum FC Basel

Nun ist es fix: Renato Steffen spielt künftig für den FC Basel. Der YB-Flügelspieler hat beim Rivalen vom Rheinknie einen Vertrag bis 2020 unterzeichent.

  • loading indicator

Die leidige Causa Steffen hat endlich ein Ende. Seit Monaten wurde spekuliert, dass der YB-Flügelspieler zum Rivalen FCB wechselt. Am späten Dienstagnachmittag kam nun die schriftliche Bestätigung durch die Young Boys: Renato Steffen wird demnach ab der Rückrunde 2015/16 für den FC Basel auflaufen. Er hat dort einen Vertrag über viereinhalb Jahre bis am 30. Juni 2020 unterschrieben hat, wie der FC Basel auf seiner Homepage mitteilt.

Wieviel Geld für den Transfer von Basel nach Bern fliesst, darüber vereinbarten beide Parteien wie üblich Stillschweigen. Klar ist, die Young Boys bekommen für den Nationalspieler etwas Geld, und zwar deutlich mehr als die kolportierten 400'000 Franken. Die Ablöse dürfte sich um die Millionengrenze bewegen. Denn Steffen und der FCB wollten unbedingt verhindern, dass der Offensivspieler die Rückrunde in Bern auf der Bank verbringt.

Und genau dort hätte YB-Sportchef Fredy Bickel Steffens Platz vorgesehen. Der Grund: Steffen, dessen Vertrag Ende Juni ausgelaufen wäre, wollte unbedingt weiterziehen. Er und sein Berater lehnten die Angebote von YB für eine Vertragsverlängerung stets ab. Deshalb sah die sportliche Führung der Young Boys für den Flügelspieler keine Zukunft mehr in der 1. Mannschaft. Ausserdem wurde beim monatelangen Hin und Her viel Geschirr zerschlagen zwischen Steffen und der YB-Führung.

Rauer Wind aus der Muttenzerkurve?

Bei den Anhängern des FC Basel dürfte der Wechsel mit gemischten Gefühlen aufgenommen werden. So ist der 24-jährige Offensivakteur dort nicht gerade beliebt – allen voran wegen seiner Provokation gegen Basels Taulant Xhaka nach dem 4:3-Sieg im letzten September. Xhaka liess sich zu einer Tätlichkeit hinreissen und wurde daraufhin für 3 Spiele gesperrt.

Dass der Transfer umstritten ist, dessen ist sich wohl auch FCB-Präsident Bernhard Heusler bewusst. Er schreibt in der Medienmitteilung: «Selbstverständlich haben wir auch berücksichtigt, dass dieser Wechsel neben positiven auch negative Reaktionen auslösen kann. Die diversen Gespräche mit Renato Steffen haben aber dazu geführt, dass wir absolut überzeugt sind, mit diesem Engagement das Richtige im Interesse des FCB zu tun.»

Bald Ersatz für Steffen

Klar ist, dass YB-Sportchef Fredy Bickel den Transfererlös in einen Ersatz investieren wird. Kandidaten sind Thomas Murg, Yoric Ravet, Yannis Tafer und Jakob Jantscher. Der Zugang dürfte bald vorgestellt werden.

mib/pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...