Challandes kennt ihre Stärken und Schwächen

Der neue YB-Trainer Bernard Challandes kennt den nächsten Gegner vom Sonntag, den FC Thun, bestens. Die Oberländer aber dürften ihrerseits hoch motiviert antreten.

Entwarnung: Roland Bättig hat sich nicht gravierend verletzt.

Entwarnung: Roland Bättig hat sich nicht gravierend verletzt.

(Bild: Keystone)

Thuns Doppeltorschütze Marco Schneuwly blickte nach dem 4:2 am Sonntag in Lausanne in die Runde und fragte skeptisch: «Denkt ihr wirklich, Bernard Challandes übernimmt bei YB?» Von den Journalisten war er über die Niederlage seines Ex-Klubs gegen Servette, die Entlassung von Martin Rueda und das Gerücht, wonach Challandes als Trainer in Bern im Gespräch sei, informiert worden. Bis zur Freistellung im vergangenen November war Challandes der Trainer von Schneuwly und seinen Thuner Teamkollegen gewesen.

Seit Monatag ist Challandes’ Engagement bei YB Tatsache, und der Spielplan will es, dass die Stadtberner ihr nächstes Spiel am Sonntag ausgerechnet gegen die Oberländer bestreiten. Nachfolger Urs Fischer hat Thuns Taktik ein wenig verändert und lässt das Team offensiver agieren, allerdings kennt Challandes Stärken und Schwächen seiner früheren Spieler in- und auswendig.

Dem Wissensvorsprung will Thun am Sonntag den Willen entgegensetzen, es dem früheren Chef zu zeigen. Schliesslich war Challandes’ Abschied in Thun nicht in Minne verlaufen.Nachdem er im Anschluss an eine 0:3-Klatsche in Lausanne die Frage aufgeworfen hatte, wer denn den Weg mit ihm weitergehen wolle, sprachen sich vor allem die Wortführer gegen ihn aus, der Verein musste handeln und stellte den Coach frei.

Thun fehlen Flügelspieler

Urs Fischer könnte deshalb vor der Partie im Stade de Suisse weniger als auch schon als Motivator gefragt sein. Dafür stellt sich ihm eine Denkaufgabe: «Wie soll ich die Seiten besetzen?», fragt sich der Coach, denn die Liste mit fehlenden Flügelspielern wird immer länger. Zuletzt erwischte es Enrico Schirinzi. Der Linksverteidiger traf am Sonntag in Lausanne zwar doppelt, er wurde aber auch zum vierten Mal verwarnt. Schirinzi wird die Partie in Bern ebenso von der Tribüne aus verfolgen wie die verletzten Nelson Ferreira und Renato Steffen. Möglicherweise setzt Fischer auf David Frey als Alternative am Flügel. Das Derby erhielte dann das zweite Bruderduell neben jenem von Marco und Christian Schneuwly. Bei YB steht Freys Bruder Michael unter Vertrag.

Entwarnung erhielt gestern Thuns Captain Roland Bättig. Die Schulterverletzung, die er in Lausanne erlitten hatte, stellte sich gemäss ersten Untersuchungen als nicht gravierend heraus. Das Derby verpasst Bättig dennoch. Auch er ist gesperrt.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...