Gletschersee läuft aus – Wanderwege gesperrt

Lenk

Seit Samstagnacht läuft der Favergesee auf dem Plaine-Morte-Gletscher aus. Trübbach und Simme bringen Hochwasser. Mehrere Wanderwege sind gesperrt.

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Bereits vor zehn Tagen hatten die Glaziologen einen neuen Rekord für den Favergesee auf dem Plateaugletscher Plaine Morte vermeldet: Auf eine Länge von 1,2 Kilometern war der Gletschersee angewachsen bei einem Volumen von fast zwei Millionen Kubikmetern. Und nun sorgt der See für die nächste Meldung, denn seit Samstagnacht läuft der Favergesee aus, wie die Gemeinde Lenk am Montag auf ihrer Website informierte.

«Trübbach und Simme bringen Hochwasser, und es besteht die Gefahr von Flutwellen», heisst es dort weiter. Verschiedene Wanderwege seien deshalb gesperrt, unter anderem Fluhsee-Tierbergsattel. Bevölkerung und Gäste werden von den Gemeindeverantwortlichen dringend gebeten, «an den Gewässern Vorsicht walten zu lassen und die Hinweise zu beachten.»

Bisher keine Schäden

«Wir haben bereits am Samstagabend ein leichtes Absenken der Sonden festgestellt», berichtet Stabschef und Bauverwalter Jakob Trachsel. Um 2 Uhr nachts sei dann der Alarm erfolgt. Nachdem die Simme kurzzeitig an zwei, drei Stellen über die Ufer getreten sei, habe sich der Wasserstand stabilisiert, so Trachsel. Schäden habe es keine gegeben.

«Seitdem haben wir einen konstanten Abfluss, so wie im vergangenen Jahr.» Sollten keine heftigen Niederschläge fallen, die im Moment nicht zu erwarten seien, rechnet der Stabschef mit einem weiterhin ruhigen Abfluss, der bis Dienstagabend oder Mittwochfrüh bereits abgeschlossen sein könnte.

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