Helvetic Airways mit weniger Passagieren ab Bern als erhofft

Die Fluggesellschaft Helvetic Airways hat auf dem Flughafen Bern-Belp diesen Sommer die harte Konkurrenz zu spüren bekommen. Dennoch bleibt der Flugplan 2014 nahezu unverändert.

Am meisten Passagiere flog Helvetic von Bern nach Mallorca.

Am meisten Passagiere flog Helvetic von Bern nach Mallorca.

(Bild: Urs Baumann)

Die Fluggesellschaft Helvetic Airways hat auf dem Berner Flughafen im Sommer die Konkurrenz zu spüren bekommen. Die Auslastung der Flugzeuge war etwas weniger hoch als erhofft. Dennoch bleibt der Flugplan 2014 nahezu unverändert.

Insgesamt zählte die auf Nischendestinationen und Charterflüge ausgerichtete Airline auf ihren Flügen von und nach Bern von Mai bis Oktober 32'000 Passagiere. Dies habe ihn nicht gerade zu Jubelrufen veranlasst, meinte Helvetic-Airways-Finanzchef Tobias Pogorevc an einer Medienkonferenz auf dem Flughafen Belp.

Am meisten Passagiere flog Helvetic nach Mallorca. Angesichts der grossen Nachfrage wurden an einzelnen Sonntagen gleich drei Flüge auf die spanische Insel im Mittelmeer durchgeführt.

Griechische Inseln beliebt

Auch auf den vom Reiseveranstalter Kuoni bestellten Charterflügen nach Kreta, Kos oder Zakynthos stieg die Zahl der Passagiere, was auch darauf zurückzuführen ist, dass diese Ziele mit einem grösseren Flugzeug angeflogen wurden als in den Sommern davor. So gut wie erwartet waren die Sitzplätze aber auch auf diesen Flügen nicht besetzt.

Harzig lief das Geschäft für Helvetic mit den Flügen zu den italienischen Destinationen Brindisi, Catania und Olbia und zur deutschen Ostseeinsel Usedom. Letztere ist im Flugplan vom nächsten Sommer denn auch nicht mehr zu finden. Ansonsten ändert sich im Angebot der Helvetic aber nur wenig.

Angebot ab Bern kleiner

Weil Konkurrent Skywork seinen raschen Expansionskurs gestoppt hat und 2014 weniger Flüge ab Bern durchführen wird, glaubt Pogorevc die Flüge wieder besser auslasten zu können. Den Turbulenzen bei Skywork kann der Helvetic-Finanzchef dennoch nichts Positives abgewinnen. «Wenn es dem einen schlecht geht, haben alle das Gefühl, dass es dem anderen auch schlecht geht», sagte er vor Medien- und Reisebürovertretern.

Zum Geschäftsgang der Airline sagte er am Donnerstag einzig, dass man weiterhin zur Zufriedenheit des Eigentümers wirtschafte. Helvetic gehört seit 2006 dem Financier Marin Ebner und dessen Frau. Derzeit laufen Abklärungen an, mit welchem Flugzeugtyp die Fokker-100-Flotte ab 2017 ersetzt werden soll.

js/sda

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